Wanderfahrt von Düsseldorf nach Dorsten
27. - 28. Juni 2026 - Bericht von Insa & Uta
Vorwort von Uta - Hitzedom, Heldenmut und Heidesand ... - Einen Tag später... - Gesamtansicht
Einen Tag später...

Vor dem Start In Friedrichsfeld
Als kleines Zugeständnis an Temperaturen knapp unter der Obergrenze menschlicher Vernunft beschlossen wir am nächsten Morgen: die berühmt-berüchtigten achtzig Stufen an der Schleuse Friedrichsfeld betrachten wir dieses Mal nur ehrfürchtig von oben, weil wir uns das Stückchen Wesel-Datteln-Kanal ersparen. Manche Heldentaten dürfen theoretischer Natur bleiben.
![]() Zugeparkt in Friedrichsfeld da hilft nur singen ... |
![]() ... und warten! |
![]() Dann endlich geht’s weiter! |
![]() Die Freude ist groß! |
Dafür erwartete uns eine andere Prüfung: Ein Frachtschiff hatte unseren Steg kurzerhand als Parkplatz entdeckt. Wo Argumente womöglich gescheitert wären, half Chorgesang: Mit vereinten Stimmen wurde gesungen, bis das Herz des Kapitäns weich genug geworden war, seinen Koloss ein wenig zu versetzen. Die Schleuse Hünxe meisterten wir anschließend routiniert. Dahinter wartete die schmackhafte Belohnung: Kaffee, eisgekühlte Getränke, Wassermelone, Möhrenkuchen und Heidesandplätzchen. Die bewährte Düsseldorf-Dorstener Fusion ist nicht nur kulinarisch ein Erfolgsmodell.
![]() Ankunft in Hünxe |
![]() Bootstransport |
![]() Dorstener Helfer am Boot |
![]() Kims Möhrenkuchen |
Der weitere Weg führte entspannt und möglichst schattensuchend dem zweiten und leider schon letzten Tagesziel entgegen: dem Dorstener Ruderverein. Im ruhigen Fahrwasser wagten Steuernovizen ihre Premieren, während Olli mit seinem Schifferklavier sowohl die RuderkameradInnen als auch die Anrainer bestens unterhielt. Kurz vor dem Ziel unterquerten wir die Autobahnbrücke der A31 Richtung Emden – doch das ist eine andere Geschichte…
![]() Auf nach Dorsten! |
![]() Das erste Boot legt an |
O-Ton Gertrud: Es war beruhigend zu wissen, dass ich jederzeit hätte aufhören können, wenn es zu viel geworden wäre. Die Pausen waren dem heißen Wetter optimal angepasst und es hat mir großen Spaß gemacht.“
In Dorsten zeigte sich schließlich, warum Vereinsleben so gut funktioniert. Viele Hände, schnelles Ende. Die Boote waren im Nu gereinigt und verladen. Anschließend lockte der Kanal zu einem erfrischenden Bad. Und wenn man schon einmal ganz offiziell im Rudergewässer schwimmen darf, dann sind Düsseldorfer SportfreundInnen selbstverständlich mit lautem Juchhe dabei.
Als wäre das noch nicht genug gewesen, wartete bereits das nächste Highlight: eine herrlich lange Tafel unter schattigen Bäumen im Bootshof des Dorstener Rudervereins. Kaum etwas wirkt nach zwei Tagen auf dem Wasser schöner als gemeinsam zu essen, zu erzählen und zu schwelgen.
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Und vielleicht ist genau das der Zauber einer Wanderfahrt. Beeindruckend sind nicht die Kilometer, nicht die Schleusen, nicht einmal die Rekordhitze, sondern vor allem das, was Menschen in ihrer Freizeit „ganz nebenbei“ füreinander möglich machen. Sie organisieren, backen, fahren Shuttle, kochen, schleppen, bereiten vor und nach, improvisieren und komponieren gemeinsam ein Erlebnis, das sich mit keinem Geld der Welt kaufen lässt.
Was die Hitze zusammengeschweißt hat, vermag ein schnöder Wochenbeginn nicht zu trennen. Die Fahrt ist längst vorbei. Und wirkt noch immer nach – als funkelnde Erinnerung in der Schatzkiste des Herzens.
Insa Wolfmüller














