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Ruderverein Dorsten e.V.

Aktuelles 2026

"Jetzt fahrn wir übern See, übern See …" - 16.06.2026
Erfolgreiches Wochenende bei der Kettwiger Kinderregatta - 09.06.2026
Tobias Strangemann im Deutschlandachter - Erster Weltcup in Sevilla - 08.06.2026
Medaillenregen in Waltrop - 22.05.2026
Starker Auftritt mit unglücklichem Ausgang: Tobias Strangemann überzeugt beim Kadertest in Leipzig - 01.04.2026


"Jetzt fahrn wir übern See, übern See …" - 16.06.2026 -

Am 14. Juni starteten abenteuerlustige RVDler zu einem Ausflug in unbekannte Gewässer. Die von Roland und Christoph geplante „Überraschungstour“ führte uns nach Essen, wo wir als Gäste des Ruderclubs am Baldeneysee mit zwei Mannschaften auf das Wasser gingen. In einem gesteuerten 4er und einem gesteuerten 6er war vieles neu und anders als auf dem heimischen Kanal. Zuhause steuern wir selten mit dem Handsteuer und ein Boot, in dem sieben Leute Platz finden, haben wir nicht in unserem Bestand. Letzteres war fast so lang wie unser Achter und entsprechend schwierig zu wenden und zu steuern – eine neue Erfahrung für alle.

Wind, Wellen und viele Segelboote und das Laichkraut stellten ungewohnte Herausforderungen dar, die sowohl das Rudern als auch das Steuern erschweren. Das Kraut hat große Teile des Sees bis unter die Wasseroberfläche im Griff. Die Wasserpflanze verfängt sich leicht am Steuer oder an den Skulls und stoppt das Boot. Sie lässt sich zwar leicht abschlagen, aber beim nächsten Ruderschlag ist sie wieder da. Und: Sie breitet sich sehr schnell aus. Doch wir hatten Glück und gerieten nicht in ihre Fänge. Wir nutzten die Fahrrinne der Weißen Flotte und erreichten mühelos den TVK in Kupferdreh. Es ging entlang des bewaldeten Ufers teilweise mit Blick auf die Villa Hügel, vorbei an Ausflugslokalen, Biergärten, Kanu-, Ruder- und Segelklubs – der See ist ein Wassersportparadies und ein bekanntes Naherholungsgebiet.

Wir rudern unter Brücken hindurch, durch ein Vogelschutzgebiet und aus dem See wird ein Fluss – wir sind auf der Ruhr. Hin und wieder begegnen uns Ruderboote, oft Rennboote in Begleitung eines Trainerboots, kleinere Motorboote und Kanuten – keine Motorjachten, keine Frachtschiffe, Schub- oder Schleppverbände – es wird ruhig und idyllisch. Nach einer Bootsgasse beim Fährhaus Rote Mühle machen wir „Ruder halt“ und wenden und schon geht’s zurück mit Gegenwind. Beim TVK erfolgt ein Wechsel der Steuerleute und die letzten 7 km zurück verlaufen ohne weitere Vorkommnisse.

Am Steg des RaB sind alle glücklich und zufrieden. „Mal was Neues gesehen und erlebt.“ – „Schön war‘s!“. Die Boote werden geputzt und in die Bootshalle getragen und nach einer Dusche sind alle frisch und freuen sich auf das gemeinsame Essen in der Vereinsgastronomie mit Blick auf den Baldeneysee. Es werden Pläne geschmiedet für weitere Ausfahrten und Ziele vorgeschlagen, die wir ins Auge fassen wollen – die Fahrt soll keine Eintagsfliege bleiben! Mal sehen, wo wir unter dem Motto „RVD on Tour“ noch landen werden!

Uta Schneppe

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Erfolgreiches Wochenende bei der Kettwiger Kinderregatta - 09.06.2026 -

Die traditionelle Kinderregatta in Essen-Kettwig lockte am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Nachwuchs-Ruderinnen und -Ruderer aus ganz Nordrhein-Westfalen an die Ruhr. Als größte Kinderregatta des Landes bot die Veranstaltung beste Bedingungen für spannende Wettkämpfe. Bei überwiegend guten Wetterbedingungen und einer gewohnt guten Organisation durch den Veranstalter präsentierten sich die Aktiven des Rudervereins Dorsten in ansprechender Form.

Bereits am Samstag standen der Slalom sowie die Langstreckenrennen auf dem Programm. Jennifer Beyer zeigte auf der Langstrecke ein gutes Rennen und konnte sich insbesondere durch eine starke zweite Rennhälfte den Sieg sichern. Ebenfalls erfolgreich verlief die Langstrecke für den Juniorendoppelzweier mit Paul Kramarz und Conrad Schmirler. Die beiden Dorstener überholten ihren einzigen Konkurrenten im Rennverlauf und sicherten sich damit den Sieg.


Jennifer

Paul und Conrad

Betreut wurde die Mannschaft während des Wochenendes von den Trainern Julius Gülker, Hendrik Winkel und Lennart Kötters. Gemeinsam begleiteten sie die Rennen entlang der Strecke und unterstützten die Sportlerinnen und Sportler bei ihren Wettkämpfen. Auch einige Eltern waren zur Unterstützung mit nach Kettwig gereist.

Am Sonntag standen dann die klassischen 1000-Meter-Rennen im Mittelpunkt. Den Auftakt aus Dorstener Sicht machte Jennifer Beyer im Mädchen-Einer 14 Jahre. In einem großen Teilnehmerfeld belegte sie einen guten dritten Platz.

Für einen weiteren Erfolg sorgte Johanna Grigull gemeinsam mit Klara Hänel vom RC Marl. Die beiden gingen als Renngemeinschaft im Doppelzweier an den Start und konnten ihr Rennen gewinnen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung verwiesen sie die Konkurrenz auf die weiteren Plätze. Beim Ruderverein Dorsten freut man sich über den gemeinsamen Erfolg mit dem Nachbarverein aus Marl. Beide Vereine arbeiten immer wieder erfolgreich zusammen und profitieren von der räumlichen Nähe sowie dem regelmäßigen sportlichen Austausch.

Auch Paul Kramarz zeigte im Junioren-Einer eine starke Leistung. Mit einem konzentrierten Rennen setzte er sich gegen seine Konkurrenz durch und durfte sich am Ende über den Sieg freuen.


Johanna und Klara

Paul

Im Anschluss ging Jennifer Beyer erneut im Mädchen-Einer 14 Jahre an den Start. Dabei setzte sie die Hinweise ihrer Trainer gut um und präsentierte sich technisch verbessert. Entsprechend zufrieden zeigte sich das Trainerteam mit ihrer Entwicklung im Rennverlauf.

Johanna Grigull stellte anschließend auch im Juniorinnen-Einer ihr Können unter Beweis. Nach einem engagierten Rennen überquerte sie die Ziellinie als Zweite und komplettierte damit ein erfolgreiches Regattawochenende.


Friedrich

Besonders erfreulich verlief die Regatta auch für Friedrich Rückert. Im Jungen-Einer zeigte er von Beginn an großen Einsatz und hielt das gesamte Rennen über die Verfolger hinter sich. Trotz des Drucks der Konkurrenz ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem guten Endspurt verteidigte er seine Position bis ins Ziel und sicherte sich den zweiten Platz.

Den Abschluss aus Dorstener Sicht bildete der Juniorendoppelzweier mit Conrad Schmirler und Paul Kramarz. Nach ihrem Erfolg auf der Langstrecke bestätigten die beiden ihre Form auch über die 1000 Meter und fuhren zu einem weiteren Sieg.

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Mit mehreren Siegen und Podiumsplatzierungen kehrte die Dorstener Mannschaft schließlich von der Ruhr zurück. Trainer Julius Gülker zeigte sich nach dem Wochenende zufrieden: „Die Ergebnisse sind erfreulich, aber besonders wichtig ist, dass alle Sportlerinnen und Sportler ihre Leistungen abrufen konnten und als Team viel Spaß hatten. Darauf können wir für die kommenden Regatten aufbauen.“

Bericht: Lennart Kötters


Tobias Strangemann im Deutschlandachter - Erster Weltcup in Sevilla - 08.06.2026 -

Beim ersten Ruder-Weltcup der Saison Ende Mai im spanischen Sevilla hat sich der Deutschlandachter mit Tobias Strangemann an Bord in einem anspruchsvollen internationalen Feld solide präsentiert. Die Mannschaft zeigte über weite Strecken strukturierte Rennen und bestätigte damit ihre grundsätzliche Konkurrenzfähigkeit.

Gerade in den ersten Rennhälften agierte der Achter technisch sauber und mit guter Rhythmusfindung. Auch Strangemann fügte sich dabei sichtbar stabil in das Mannschaftsgefüge ein. Im Vergleich mit den führenden Booten wurde jedoch deutlich, dass dem deutschen Team in den entscheidenden Rennphasen noch die letzte Durchschlagskraft fehlt. Insbesondere im Endspurt konnten die Top-Nationen ihre Rennen konsequenter zu Ende fahren.

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Die Leistung des Achters ist daher als geschlossen, aber noch nicht ausgereift zu bewerten. Einzelne Athletenleistungen lassen sich im Mannschaftsboot nur bedingt isoliert betrachten, dennoch zeigt sich, dass Strangemann seinen Beitrag auf einem verlässlichen Niveau einbringt. Entscheidend bleibt jedoch die Gesamtperformance des Bootes, die aktuell noch nicht ausreicht, um ganz vorne mitzuhalten.

Der Weltcup-Auftakt liefert damit eine klare Standortbestimmung für den Deutschlandachter: Die Basis stimmt, die Abstimmung und Durchsetzungskraft in den entscheidenden Momenten bieten jedoch weiterhin Entwicklungspotenzial. Das aktuelle Ergebnis entspricht noch nicht den eigenen Ansprüchen, dennoch blickt das Team insgesamt positiv auf die kommenden Regatten und setzt auf eine weitere Leistungssteigerung im Saisonverlauf.

Bericht: Tim Jauer
Fotos: Detlev Seyb


Medaillenregen in Waltrop - 22.05.2026 -

An einem ausgesprochen kühlen Maiwochende startete der Ruderverein Dorsten in die Regattasaison 2026. Nachdem Johanna Grigull bereits erfolgreich an den Regatten in Münster und Oberhausen teilgenommen hatte, galt es nun auch für die anderen Aktiven aus Dorsten, sich mit den anderen Rudervereinen in NRW zu messen.

Den Auftakt machten die beiden Kinder Jennifer Beyer und Friedrich Rückert im Slalom. Beide erreichten bei windigen Bedingungen eine gute Zeit im Mittelfeld.


Jennifer

Friedrich

Zur Langstrecke griffen dann die Junioren Paul Kramarz und Conrad Schirmler in das Renngeschehen ein. Mit einer beherzten ersten Rennhälfte fuhren beide einen guten Vorsprung heraus und sicherten sich mit 23 Sekunden Vorsprung den Sieg in ihrer Abteilung.

Friedrich erreichte bei seiner ersten Langstrecke im Einer einen guten dritten Platz. Jennifer sicherte sich ungefährdet den Sieg im Mädchen-Einer 14 Jahre, nachdem sie den Abstand zu der vor ihr gestarteten Ruderin aus Siegburg deutlich reduziert hatte.

Am Sonntag startete dann Johanna Grigull im Doppelzweier mit Klara Hänel aus Marl auf der 1000m Normalstrecke. Nachdem die beiden bereits vor 2 Wochen auf der Regatta Oberhausen siegreich waren, galt es der Favoritenrolle gerecht zu werden. Mit einem rudertechnisch herausragenden Rennen gelang ihnen ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg.

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Auch Friedrich Rückert im Einer setzte sich früh im Rennen von seinem Konkurrenten aus Köln ab und gewann schließlich mit 14 Sekunden Vorsprung. Trainer Hendrik Winkel freute sich mit seinem Sportler: „Nachdem Friedrich letztes Jahr noch ganz knapp Zweiter wurde, hat es jetzt endlich mit der ersten Medaille im Einer geklappt.“

Paul Kramarz musste sich sowohl im Einer als auch im Doppelzweier mit Conrad Schirmler nur dem starken Boot aus der Ukraine geschlagen geben.

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Trainer Julius Gülker zeigte sich zufrieden mit dem Wochenende: „Alle Aktiven konnten mit einer Medaille nach Hause fahren; das haben wir letztes Jahr nicht geschafft. Das zeigt, dass wir im Moment auf dem richtigen Weg mit der Gruppe sind.“

Für alle interessierten Kinder im Alter zwischen 11 und 14 Jahren besteht die Möglichkeit, den Ruderverein Dorsten im Rahmen eines Schnuppertrainings am 27.06.2026 von 10-13 Uhr kennenzulernen.


Starker Auftritt mit unglücklichem Ausgang: Tobias Strangemann überzeugt beim Kadertest in Leipzig - 01.04.2026 -

Der traditionelle Kadertest 2026 lockte am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Nachwuchs- und Leistungsruderer aus ganz Deutschland nach Leipzig. An zwei intensiven Wettkampftagen wurden beim 2000-Meter-Ergotest am Samstag und dem 6000-Meter-Langstreckenrennen auf dem Wasser am Sonntag Ausdauer, Technik und Nervenstärke auf die Probe gestellt.

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Für Tobias Strangemann vom Ruderverein Dorsten verlief das Wochenende zunächst vielversprechend. Nach einem überzeugenden Auftritt auf dem Ergometer am Samstag zeigte er sich auch auf dem Wasser in ausgezeichneter Form. Gemeinsam mit seinem Zweier-Partner Tassilo von Müller vom Ruder-Club am Baldeneysee (RaB) lag das Duo am Sonntag auf der 6000-Meter-Distanz lange in aussichtsreicher Position.

Doch etwa 60 Meter vor dem Ziel kam es zu einem unglücklichen Zwischenfall: Das Boot der beiden geriet in die Randbepflanzung, wodurch sie wertvolle Zeit verloren. Schätzungen zufolge kostete das Malheur 30 bis 40 Sekunden, was den beiden wohl eine deutlich bessere Platzierung kostete.

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Trotz des Rückschlags lässt die gezeigte Leistung aufhorchen. Strangemann präsentierte sich in starker physischer Verfassung, konnte auf langen Strecken ein hohes Tempo halten und bewies Teamgeist und Kampfwillen bis zur Ziellinie. Auch Trainer und Mitstreiter zeigten sich beeindruckt von der Gesamtleistung.

„Das war natürlich sehr ärgerlich kurz vor dem Ziel, aber wir wissen, dass wir im Boot richtig gute Grundlagen gelegt haben. Die Richtung stimmt“, kommentierte Strangemann nach dem Rennen sichtlich gefasst.

Mit dem Kadertest endet eine wichtige Standortbestimmung der deutschen Ruderelite im Frühjahr. Für Strangemann und von Müller dürfte das Wochenende trotz des Missgeschicks als Motivation dienen, beim nächsten Regattatermin in zwei Wochen in München wieder voll anzugreifen.

Bericht: Tim Jauer
Fotos: Detlev Seyb


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