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Ruderverein Dorsten e.V.


Doppelsilber in München - Deutsche Meisterschaften U17/U19/U23 - 10.07.2017

Mit gemischten Gefühlen kehrten Ruderer und Trainer des RV Dorsten von den diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Altersklassen U17-U23 zurück, die vom 21. bis 25. Juni 2017 auf der Olympischen Regattastrecke von 1972 in München-Oberschleißheim stattfanden. Zur größten Herausforderung des Wochenendes sollte die Hitze werden, die die 1200 Ruderer mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke bis zum Letzten forderte.

Benedikt Müller gewinnt Silber im Vierer und Achter

Mit den besten Erfolgsaussichten ging Benedikt Müller in der U23 Altersklasse an den Start. Nachdem er für die Mannschaftsbildung für den U23 Achter des Deutschen Ruderverbands nicht berücksichtigt wurde, sollte Benedikt sich in München im Vierer mit Steuermann für die Ende Juli in Plovdiv stattfindende U23-WM empfehlen. Zusammen mit Leon Schandl (Minden), Lukas Geller (Krefeld), Jacob Schulte-Bockholt (Krefeld) und Steuermann Jonas Wiesen (Treis-Karden) startete der 22-jährige Kirchhellener jedoch gegen das von den Bundestrainern Holtmeyer und Thiede favorisierte Boot der Renngemeinschaft Stralsund, Rostock, Osnabrück, Dortmund und die Kombination der Renngemeinschaft Köln, Siegburg, Leverkusen, Team Nordwest. Auf den ersten 750 m machten Müller & Co ordentlich Tempo und ruderten eine dreiviertel Bootslänge auf die Konkurrenz heraus. Über die Streckenmitte schoben die Ruderer der favorisierten Renngemeinschaft ihr Boot aber immer besser vorwärts. Mit Spurts versuchten Müller & Co vergeblich zu kontern, hatten im Kampf um die Goldmedaille und die damit verbundene WM-Nominierung aber letztendlich das Nachsehen. Mit einer guten Bootslänge Rückstand reichte es zur Silbermedaille.

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Benedikt (2.v.l.), Siegerehrung SM B 4+

Wesentlich besser lief es für Benedikt Müller im Achter. Gegen den vom DRV gesetzten U23 Nationalachter kam Müller mit der Renngemeinschaft Dorsten/Hamburg/Frankfurt/Minden/Dortmund sehr gut ins Rennen und machte mächtig Druck auf das favorisierte Boot. Nach starker Leistung und mit nur einer Sekunde Rückstand auf das gesetzte Boot gewann Benedikt in seinem letzten Meisterschaftsrennen in der U23 Altersklasse die verdiente Silbermedaille. Bei der U23 WM in Plovdiv wird Benedikt Müller als Ersatzmann für die U23 Nationalmannschaft zur Verfügung stehen.

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Benedikt Müller im SM B 8+

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Benedikt Siegerehrung SM B 8+

"Für Benedikt ist die Saison nicht optimal gelaufen. Aufgrund seiner Leistungen im Zweier und einem guten Ergowert hatten wir auf eine Nominierung für den Achter gehofft. Leider wurde daraus nichts und da kann ich die Enttäuschung auch nachvollziehen. Aber wer weiß - vielleicht kommt er als Ersatz ja doch zum Einsatz. Letztes Jahr hatte er das Glück und wurde nachnominiert", erklärt Trainer Sebastian Schmelzer.

Leichtgewichte verpassen Finale

Bei den A-Junioren verpassen Leon Jakiel, Tim Gerling, Lennart Kötters und Hendrik Winkel die Finalläufe am Sonntag. Der Doppelzweier mit Leon Jakiel und Tim Gerling zählte schon nach dem Vorlauf am Donnerstag zu den Wackelkandidaten. Im Vorlauf hatten sie gegen die favorisierte Konkurrenz aus Berlin und München keine Chance und belegten trotz starker ersten 1000 m Rang 5. Im Hoffnungslauf am Freitag reichte Platz 5 nicht zum Einzug ins Halbfinale. "Das konnten wir erwarten, auch wenn die Jungs alles gegeben und im Training viel investiert haben. In den letzten Wochen haben beide nochmal einen Sprung gemacht, leider reichte es nicht", resümiert Trainer Sebastian Schmelzer die Leistung des Doppelzweiers.


Hendrik und Lennart im 4x

Leon und Tim im 2x...

...auf der Strecke

Ebenfalls nicht über den Hoffnungslauf hinaus kam der Leichtgewichts-Doppelvierer der Renngemeinschaft Dorsten, Marl und Datteln. Trotz etlicher Trainingskilometer und anfänglichen Erfolgen kam der Doppelvierer schon bei der Juniorenregatta in Hamburg nicht so richtig in Fahrt. Im Vorlauf am Donnerstag ging dann alles schief, was schiefgehen konnte. Erst sorgte eine Autobahnvollsperrung für Stress bei der Anfahrt, dann stimmte erstmals in der Saison das Durchschnittgewicht von 65 Kilogramm nicht und zu guter Letzt fehlte auf der Waage vor dem Rennen auch noch ein Personalausweis. "Den Stress brauchst du an so einem Tag nicht. Die Jungs waren vor dem Rennen total von der Rolle und nicht bei der Sache", so Trainer Schmelzer. Platz 3 im Vorlauf reichte nicht für den direkten Einzug ins Finale, also musste der Umweg über den Hoffnungslauf am Freitag her. Technisch besser als am Vortag und wesentlich konzentrierter ging die Crew um Schlagmann Hendrik Winkel, Lennart Kötters, Jannik Neumann (Datteln) und Julian Risse auf die alles entscheidenden 2000 m. Bis zur Streckenhälfte sah es aus, als sollte eine Finalteilnahme möglich sein, dann zog das Boot der RG Wiking Berlin das Tempo an und setzte sich ab. Platz 4 bedeutete das Aus im Hoffnungslauf. "Leider war das nicht unser Wochenende. Es gab viele Faktoren, die hier eine Rolle spielten, für Leichtgewichte sind das eben keine einfachen Bedingungen. Wir lernen daraus", so Trainer Schmelzer.

Gülker und Kiersch überzeugen auf ganzer Linie

Mit dem Ergebnis zufrieden sein können Julius Gülker und Aaron Kiersch. Die beiden Riemenruderer starteten im Zweier und zusammen mit Mats Flottmann (Herdecke) und Nils Kersting (Dortmund) im Vierer ohne Steuermann. Bis zu 7 Rennen an vier Tagen standen somit auf dem Programm, bei den Wetterbedingungen keine leichte Aufgabe, die die beiden Dorstener aber mit Bravour bestanden.

Richtig stark präsentierte sich in den Vorläufen der Vierer ohne Steuermann. Hinter den favorisierten Booten aus dem Südteam und dem Boot aus Hamburg belegte das Ruhrgebietsquartett den dritten Rang, erstmals in der ganzen Saison jedoch vor dem Boot aus Leverkusen. Und genau dieses Duell sollte den Hoffnungslauf am Freitag bestimmen. Platz zwei musste her - egal wie. Dafür mussten erneut die Leverkusener geschlagen werden. Nach schwachem Start stand nach den ersten 500 m nur Platz 5. Auf der 750 m Marke setzte Schlagmann Aaron Kiersch dann zu einem verdeckten 10er Spurt an, der den Vierer zurück ins Rennen brachte und dem Vierer für die zweite Rennhälfte Oberwasser brachte. Bei 1300 m lagen Leipzig, Dorsten und Leverkusen fast gleich auf und schoben das Feld immer enger zusammen. Kiersch und Co setzten "All In" und starteten bei 1500 m den Endspurt. Das Rennen gewann Köln, vor Dorsten, Leipzig, Leverkusen und Krefeld - das Finale A war erreicht.

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Aaron und Julius im 4- nach dem Hoffnungslauf

"Das Finale im Vierer ohne ist immer etwas Besonderes. Der Sieger fährt direkt zur U19 WM, da geht die Post ab" (Schmelzer). Zu den Favoriten gehörten die Boote aus Münster und Hamburg, die auch von Anfang an das Tempo bestimmten. Dahinter die Boote aus Köln, Dorsten, Hamburg und Marbach, die sich alle Chancen auf die Bronzemedaille ausrechneten. Gülker, Kiersch und Co erwischten einen guten Start und fuhren lange Zeit um die Plätze 3-4 mit. Doch dem hohen Anfangstempo mussten sie dann Tribut zollen und wurden auf der Ziellinie noch von dem Boot aus Marbach abgefangen. "In diesem Rennen hattest du die Wahl: Platz 5 verwalten oder vorne angreifen. Wir wollten letzteres, kamen in der zweiten Streckenhälfte aber nicht mehr so richtig ins Schieben. Aber wenn man unseren Weg in dieser Saison mitverfolgt hat, dann ist die Finalteilnahme ein gefühlter Sieg. Wir sind das zweitbeste Boot in NRW", so Schmelzer.

Im Zweier ohne Steuermann fuhren Gülker und Kiersch mit einem vierten Rang im B-Finale auf den 10. Platz. "Eine achtbare Leistung. Wir wollten so viele Rennen wie möglich, auch als Erfahrung in dieser Bootsklasse. Das hat geklappt. Das Finale zu erreichen war zu schwer, daher haben wir im Halbfinale zu Gunsten des Vierers etwas taktiert" kommentiert Schmelzer die Leistung der Riemenruderj

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Julius und Aaron im Zweier

Für die Junioren des Rudervereins geht es nun in die verdiente Sommerpause. Am 21. August 2017 starten Aktive und Trainer dann in die Vorbereitungen für die neue Saison.