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Am 14. Juni starteten abenteuerlustige RVDler zu einem Ausflug in unbekannte Gewässer. Die von Roland und Christoph geplante „Überraschungstour“ führte uns nach Essen, wo wir als Gäste des Ruderclubs am Baldeneysee mit zwei Mannschaften auf das Wasser gingen. In einem gesteuerten 4er und einem gesteuerten 6er war vieles neu und anders als auf dem heimischen Kanal. Zuhause steuern wir selten mit dem Handsteuer und ein Boot, in dem sieben Leute Platz finden, haben wir nicht in unserem Bestand. Letzteres war fast so lang wie unser Achter und entsprechend schwierig zu wenden und zu steuern – eine neue Erfahrung für alle.
Wind, Wellen und viele Segelboote und das Laichkraut stellten ungewohnte Herausforderungen dar, die sowohl das Rudern als auch das Steuern erschweren. Das Kraut hat große Teile des Sees bis unter die Wasseroberfläche im Griff. Die Wasserpflanze verfängt sich leicht am Steuer oder an den Skulls und stoppt das Boot. Sie lässt sich zwar leicht abschlagen, aber beim nächsten Ruderschlag ist sie wieder da. Und: Sie breitet sich sehr schnell aus. Doch wir hatten Glück und gerieten nicht in ihre Fänge. Wir nutzten die Fahrrinne der Weißen Flotte und erreichten mühelos den TVK in Kupferdreh. Es ging entlang des bewaldeten Ufers teilweise mit Blick auf die Villa Hügel, vorbei an Ausflugslokalen, Biergärten, Kanu-, Ruder- und Segelklubs – der See ist ein Wassersportparadies und ein bekanntes Naherholungsgebiet.
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Wir rudern unter Brücken hindurch, durch ein Vogelschutzgebiet und aus dem See wird ein Fluss – wir sind auf der Ruhr. Hin und wieder begegnen uns Ruderboote, oft Rennboote in Begleitung eines Trainerboots, kleinere Motorboote und Kanuten – keine Motorjachten, keine Frachtschiffe, Schub- oder Schleppverbände – es wird ruhig und idyllisch. Nach einer Bootsgasse beim Fährhaus Rote Mühle machen wir „Ruder halt“ und wenden und schon geht’s zurück mit Gegenwind. Beim TVK erfolgt ein Wechsel der Steuerleute und die letzten 7 km zurück verlaufen ohne weitere Vorkommnisse.
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Am Steg des RaB sind alle glücklich und zufrieden. „Mal was Neues gesehen und erlebt.“ – „Schön war‘s!“. Die Boote werden geputzt und in die Bootshalle getragen und nach einer Dusche sind alle frisch und freuen sich auf das gemeinsame Essen in der Vereinsgastronomie mit Blick auf den Baldeneysee. Es werden Pläne geschmiedet für weitere Ausfahrten und Ziele vorgeschlagen, die wir ins Auge fassen wollen – die Fahrt soll keine Eintagsfliege bleiben! Mal sehen, wo wir unter dem Motto „RVD on Tour“ noch landen werden!
Uta Schneppe
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