Ruderverein Dorsten e.V.

Aktuelles aus 2016

Getrennt marschieren, gemeinsam schlagen! - Deutsche Meisterschaften in Krefeld - 11.10.2016
Silberrausch auf dem Otto-Maigler-See - 10.10.2016
35. Krefelder Ruder-Regatta - 27.09.2016
Jubiläum: 40 Jahre RV Dorsten - 26.09.2016
Dorstener rocken Rotterdam - Gold und Bronze bei der WM - 23.09.2016
Dorstener triumphieren bei den Weltmeisterschaften der Studenten - 05.09.2016
Dorstens Ruderer vor internationalen Aufgaben - Rio im Blick - Rotterdam im Fokus - 29.07.2016
Lukas Müller gewinnt bei Royal Henley Regatta - 08.07.2016
Vier Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften - Christopher Reinhardt ist Deutscher Meister im U23 Achter - 29.06.2016
Ratzeburg / Hamburg: gelungene Generalproben für Dorstener Ruderer - 13.06.2016
Life goes on... Charlottes Blog nach Luzern - 06.06.2016
Fahrtenbericht von unserer Tour auf Fulda und Weser Anfang Mai - 24.05.2016
Dorstens Ruderer trotzen Wind und Wellen - Vorentscheidungen in Bremen, Gent und Brandenburg - 12.05.2016
Medaillenregen auf dem Aasee - 26.04.2016
WDR-Reportage Deutsche Kleinbootmeisterschaften - sehenswert! - 23.04.2016
Schlag auf Schlag - Für Dorstens Ruderer beginnt die "heiße Phase" - 11.04.2016
Müller und Reinhardt unterliegen im Sparring gegen den Cambridge Achter - 16.03.2016
Junioren in guter Frühform - NRW Langstreckentest in Oberhausen - 15.03.2016
Der nächste Schritt ist gemacht - Charlotte Reinhardt ist auf Kurs - 08.02.2016
Junioren auch in der Halle schnell - Hendrik Winkel gewinnt Silbermedaille - 02.02.2016
Dorstener Party des Sports am 22.01. - 13.01.2016


Getrennt marschieren, gemeinsam schlagen! - Deutsche Meisterschaften in Krefeld - 11.10.2016

Mit dieser Taktik waren die Preußen einst schon erfolgreich. Und für Timo Piontek, Cedric Kulbach, Jason Osborne und Benedikt Müller traf genau dieses ebenfalls zu. Alle vier Ruderer haben ihre Wurzeln beim Ruderverein Dorsten - und alle vier verschlug es aus verschiedensten Gründen in die "weite Welt". Den einen nach Koblenz, den anderen nach Mainz, einen nach Karlsruhe und einen nach Dortmund. Bei den Deutschen Meisterschaften in Krefeld starteten die "Dorstener Jungs" dann erstmals überhaupt in einem Boot.

Die Idee dazu wurde bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam geboren. Cedric Kulbach und Trainer Sebastian Schmelzer kamen in der Euphorie der Erfolge auf die Idee, einen "Dorstener Doppelvierer" an den Start zu bringen. Einige Mails und Wochen weiter stand der Plan. In Karlsruhe lag ein passendes Boot und die beteiligten Vereine gaben Ihr Einverständnis. Spätestens nach Veröffentlichung des Meldeergebnisses galten Kulbach, Osborne, Piontek und Müller als nominelle Favoriten - ohne überhaupt je einen Meter zusammen gerudert zu sein. Die ersten Meter machte das Quartett dann kurz vor dem Vorlauf auf dem Elfrather See - "Läuft!" so das Fazit von Bugmann Cedric Kulbach.

Der Vorlauf am Freitagnachmittag war Routine - nach gut 400 m wurde das Rennen verwaltet. Überlegen zogen die vier vor dem Boot aus Stuttgart ins Finale ein, ebenso wie der andere Vorlaufsieger aus Frankfurt und die Boote aus Limburg, Krefeld und Leverkusen.

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Der erste "waschechte"
DM-Gold-Vierer...

...der Dorstener Vereinsgeschichte

Das Finale am Samstagnachmittag wurde mit Spannung erwartet. Denn Frankfurt und Stuttgart hatten der Renngemeinschaft Dorsten/Mainz/Karlsruhe/Koblenz den Kampf angesagt. Vom Start weg startete Schlagmann Jason Osborne die Abteilung Attacke. Bereits nach 200 m hatten sich Frankfurt und Dorsten eine Länge Vorsprung herausgerudert und setzten sich Bugball an Bugball immer weiter vom Feld ab. Bei Streckenhälfte kam der entscheidende Angriff. Mit einen starken Spurt über zehn Schläge holten sich Osborne und Co eine halbe Länge Vorsprung, die sie dann kontinuierlich bis ins Ziel ausbauten. Am Ende siegten die "Dorstener Jungs" vor den Booten aus Frankfurt und Stuttgart - mit SECHS SEKUNDEN Vorsprung. Erstmalig in der Vereinsgeschichte geht der Deutsche Meistertitel im Männer-Doppelvierer nach Dorsten.

"Wahnsinn - wer kam denn darauf" oder "Was ist das denn für eine irre Idee" lauteten die Stimmen der versammelten Landes- und Vereinstrainer am Streckenrand. Denn alle, inklusive der Regattasprecher, kannten den Hintergrund dieser Renngemeinschaft.

"Ich bin total glücklich - die Jungs haben mir einen Wunsch erfüllt, den ich jahrelang hatte. Endlich unsere Jungs vereint in einem Boot zu sehen und dann gleich Deutscher Meister zu werden - Wahnsinn!" so Trainer Sebastian Schmelzer nach dem Rennen.

Bereits nach dem Vorlauf gab es eine Art "Klassentreffen" am Bootshaus in Dorsten. Bei Lagerfeuer und Grillwurst traf man sich wieder, quatschte über alte Zeiten und die aktuellen Erfolge.


Jason und Cedric haben...

...Spaß am gemeinsamen Erfolg

Kulbach und Osborne gewinnen den Männer-Doppelzweier

Zur Lagerfeuerromantik gesellte sich auf Tim Knifka, der die Deutschen Meisterschaften in Krefeld für einen Besuch seiner Heimatstadt nutze. Leider reichte es für ihn im Männer-Doppelzweier nur zum sechsten Rang - Sieger waren ebenfalls Dorstener. Weltmeister Cedric Kulbach und Olympiateilnehmer Jason Osborne gewannen souverän und sicherten sich den Titel.

Lukas Müller legt nach - Gold im Männerachter

Seit 2009 steht Lukas Müller in jedem Jahr bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Podest. Gold gewann er aber einzig im Jahr 2011, in dem Jahr, in dem er Juniorenweltmeister im Vierer ohne Steuermann wurde. In diesem Jahr erweiterte Lukas seine Titelsammlung um den Sieg bei der Royal Henley Regatta und nun ist er Deutscher Meister im Männer-Achter - als erster Dorstener nach Thorsten Streppelhoff im Jahr 1996.

Als "Telefonachter" wurde die Renngemeinschaft Celle, Düsseldorf, Dorsten, Herdecke, Emscher, Leverkusen, Bernburg und Lübeck spöttisch bezeichnet, die Olympiaersatzmann Johannes Weißenfeld mit Lukas Müller, Rene Stüven, Daniel Imort, Finn Schröder, Maximilian Planer, Peter Kluge, Felix Krane und Steuerfrau Anna Dames zusammenstellte. Alles erfahrene Rennruderer, die im U23 und A-Bereich schon zahlreiche Erfolge feierten.

Bei sechs Booten im Meldeergebnis gab es keinen Vorlauf, so dass es direkt im Finale um die Medaillen ging. Favorit war das Boot vom Berliner RC, die am Tag der Deutschen Einheit die Langstreckenregatta "Rund um den Wannsee" gewinnen konnten. Ebenfalls stark schien das Boot der Frankfurter RG Germania. Krefeld, Leverkusen und Wiking Berlin komplettierten das Starterfeld. Vom Start weg führten Müller und Co und gaben diese Führung auch nicht mehr her. Wieder Gold - das Dritte des Tages! Und für Lukas Müller eine weitere Medaille - im achten Jahr in Folge.

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"Er hat mir versprochen, dass er diese Serie noch weiter auszubauen versucht. Ein feiner Ruderer und starker Typ" lobt Trainer Sebastian Schmelzer seinen einstigen Schützling. Lukas startet nun mit dem A-Kader am Stützpunkt Dortmund in die Vorbereitungen zur neuen Saison.

Keine Sprintertypen

Während die "Großen" bei den Großbootmeisterschaften Erfolge feierten, lief es für die Junioren bei den Deutschen Sprintmeisterschaften nicht so rund. Im Junioren A Doppelzweier scheiterten Julius Gülker und Aaron Kiersch schon bereits im Hoffnungslauf. Ein wenig besser lief es für Tim Gerling, Leon Jakiel, Lennart Kötters und Hendrik Winkel in den Junioren B Doppelzweiern. Winkel/Kötters gewannen das kleine Finale, Gerling/Jakiel wurden im gleichen Rennen Dritte.

"Aus Usain Bolt macht auch niemand einen 5.000 m Läufer. Wir trainieren für andere Strecken, unsere Ruderer sind definitiv keine Sprintertypen und fühlen sich auf den Normalstrecken deutlich wohler", resümierte Sebastian Schmelzer den Ausflug zu den Sprintmeisterschaften.


Silberrausch auf dem Otto-Maigler-See - 10.10.2016

Mit zwei Silbermedaillen kehrten unsere Juniorenruderer am ersten Oktoberwochenende von den Landesmeisterschaften aus Hürth zurück.

Aaron Kiersch und Julius Gülker versuchten sich bei den A-Junioren in zwei Bootsklassen. Im Doppelzweier blieben sie im Vorlauf ohne Chance auf das Finale. Besser machten es die beiden im Zweier ohne Steuermann. Erst seit wenigen Wochen trainieren sie dieses Boot gemeinsam, doch auf zuletzt starke Trainingseindrücke folgte im Vorlauf auch der erste Erfolg. Mit einen souveränen Endspurt ließen Sie den Gegner aus Krefeld hinter sich und qualifizierten sich als Zweitplatzierte hinter den späteren Landesmeistern aus Münster. Auch im Finale schlugen sich Aaron und Julius mit Platz 5 achtbar. Landesmeister wurden Münster vor Köln und Waltrop.

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Im Leichtgewichts-Doppelzweier der B-Junioren waren gleich zwei Dorstener Boote gemeldet. Tim Gerling und Leon Jakiel erwischten im Vorlauf einen guten Start und beendeten diesen auf Platz 2. Im zweiten Vorlauf zu diesem Rennen starteten Hendrik Winkel und Lennart Kötters, die Titelverteidiger in dieser Bootsklasse. Mit knapp sechs Sekunden Vorsprung gewannen beide den Vorlauf und folgten Tim und Leon ins Finale am Nachmittag.

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Nach den Vorlaufzeiten hatten beide Boote noch vorsichtig optimistisch auf eine Medaille geschielt, die Trainer Sebastian Schmelzer bei einem perfekten Rennen auch in beiden Booten für machbar hielt. Doch es sollte anders kommen. Bei beiden Booten bewahrheitete sich das Sprichwort: Ein Unglück kommt selten allein, denn in beiden Booten lief es vom Start weg nicht optimal zusammen. Am Ende stand Platz 5 für Tim und Leon und Platz 2 für Hendrik und Lennart, hinter den Siegern aus Essen.

"Am Ende muss man sagen, dass wir hier definitiv Silber gewonnen haben. Die Konkurrenz war besser, wir hatten in den Finals nicht den besten Tag. Die Medaille war hart erkämpft, deshalb bin ich zufrieden" resümiert Trainer Sebastian Schmelzer den Showdown in Hürth.

Am zweiten Regattatag ging Hendrik Winkel im Leichtgewichts Einer der B-Junioren an den Start. Und hier kam es im Vorlauf gleich zum Duell dreier Mitfavoriten auf den Titel. Julian Risse (Marl), Lukas Tewes (Witten) und Hendrik trafen erstmals in einem Rennen aufeinander. Nur zwei Ruderer kamen weiter, so dass alleine das Starterfeld des ersten von drei Vorläufen für Spannung sorgte. Hendrik ging damit aber scheinbar locker um, denn er siegte am Ende deutlich vor Witten und Marl und zog als Zeitschnellster der drei Läufe ins Finale ein.

Das Finale wurden dann richtig spannend. Von Beginn an setzten sich Hendrik und Joscha Feder aus Münster an die Spitze des Feldes und dominierten das Rennen mit gut sieben Sekunden vor dem Drittplatzierten. Trotz eines starken Endspurts schaffte es Hendrik am Ende allerdings nicht mehr auf Platz 1 vorzufahren. Sechs hundertstel Sekunden fehlten zum Sieger. Es siegte Münster, vor Dorsten und Witten.

Im Rahmen der Kinderregatta starteten Till Gerling und Lukas Göddeke. Beide nehmen seit den Sommerferien am Training der Junioren teil und starteten in Hürth zum letzten Mal im Kinderbereich. Sie siegten mit einem souveränen Start und Ziel Sieg. Ein Ergebnis, das für das Wintertraining zusätzlich motivieren sollte.

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35. Krefelder Ruder-Regatta - 27.09.2016

Wie in jedem Herbst bilden den Auftakt der ersten DRV-Herbstregatta die A-Junioren, um in einer Rangliste den besten Einerfahrer zu ermitteln und in den Herbstferien das begehrte Trainingslager beim Landesttrainer zu erreichen. So traf man sich am 17./18.09. zur 35. Krefelder Ruder-Regatta auf dem Elfrather See.

Auf die 1000-Meter-Distanz gingen für den Ruderverein Dorsten Hendrik Winkel, Aaron Kiersch, Julius Gülker, Tim Gerling und Lennart Kötters. Da bei diesem Rennen nicht zwischen leicht und schwer differenziert wird, mussten die leichten Dorstener bei den "schweren Brocken" mitfahren. Hendrik Winkel, der den Einer in Dorsten am schnellsten bewegt, wurde im 60-Teilnehmer-Feld in seinem Lauf Zweiter und war somit im B-Finale am Start. Platz drei und damit auch schnellster "Leichter" in NRW war das Ergebnis, da dürfte einer Einladung vom Landestrainer in den Herbstferien nichts mehr im Wege stehen. Alle anderen belegten vierte und fünfte Plätze im Vorlauf und kamen so nicht unter die schnellsten achtzehn Skuller.

Am Sonntag wurden Vierer-und Zweierkombinationen ausprobiert, um für die in vierzehn Tagen stattfindenden Landesmeisterschaften die beste Bootsklasse zu finden. Bei den A-Junioren fuhren Aaron Kiersch und Julius Gülker jeweils im Zweier ohne Steuermann und im Doppelzweier. Man wurde hier jeweils Zweiter im vollen Sechs-Boote-Feld.

Marina Plänker die in der laufenden Saison nur als Steuerfrau tätig war, überraschte das Trainerteam mit "Seb" Schmelzer und "Ötte" Wyrwoll im Einer. Drei mal im A-Juniorinnen-Einer am Start und zweimal am Siegersteg zeigte sie einmal mehr, dass sich regelmäßiges Training auszahlt.

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Marina Plänker im Einer am Siegersteg

Die leichten B-Junioren fuhren mit Hendrik Winkel, Lennart Kötters, Tim Gerling und Leon Jakiel im leichten Doppelvierer gegen den Essener Regattaverein ein sehr beherztes Rennen und wurden knapp Zweite. Da leider auf Landesmeisterschaften kein leichter B-Junioren-Vierer ausgefahren wird, ging man nochmal im leichten Doppelzweier auf die 1000-Meter auf den am Sonntag sehr welligen Elfrather See. In gewohnter Manier zeigten Hendrik Winkel und Lennart Kötters wo es lang geht und siegten souverän vor allen anderen Zweiern. Ob sie ihren Landesmeistertitel vom vergangenen Jahr in vierzehn Tagen wiederholen können bleibt abzuwarten. Ebenfalls fuhren im anderen Rennen noch Leon Jakiel mit Tim Gerling die immerhin einen dritten Rang belegten.

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Hendrik Winkel (Schlagmann) und Lennart Kötters (Bugmann)

Noch bleiben 14 Tage Wasserarbeit für alle Leistungsruderer, um dann den Otto-Maigler-See in Köln unsicher zu machen...

Uli Wyrwoll

Alle Ergebnisse unter rvn-rudern.de

PS: Die Krefelder Herbstregatta heißt in Fachkreisen "Reibekuchenregatta", weil es einmal mehr mittags die besten Reibekuchen in NRW gibt, bei dem traditionell der gesamte Regattaverein Niederrhein (insgesamt sieben Rudervereine) an zwei Tagen eine top organisierte DRV-Regatta auf die Beine stellt.


Jubiläum: 40 Jahre RV Dorsten - 26.09.2016

Am Rande der Ferien und der Regattasaison feierten wir diesmal kein Sommerfest, sondern unser Vereinsjubiläum an zwei Tagen. Freitagabend war das Ramirez in Schermbeck der Rahmen für rund neunzig Feiergäste. Nach der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden Alexander Sondermann übermittelte die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs die Glückwünsche der Stadt Dorsten. Rudi Auth hielt zur Freude der Alten wie der Jungen in einem launigen Vortrag Anekdoten aus den Gründerjahren bereit. Sebastian Schmelzer fasste sich bei der Zusammenfassung der teils außerordentlichen sportlichen Erfolge kurz und Martin Dittrich stellte in einer kurzen Rede die inzwischen erfreulich angewachsenen Breitensport-Aktivitäten heraus.

Nach so vielen Worten wurde es Zeit für's Buffet. Der Abend verging wie im Fluge und manches der über 2500 digitalisierten und per Beamer auf eine Wand projezierten Fotos aus 40 Jahren Vereinsgeschichte lieferte spontan Stoff für weitere Erinnerungen. So vergingen die fröhlichen Stunden wie im Fluge.


Am Sonnabend hatten wir zum Tag der offenen Tür geladen. Ein üppiges Kuchen- und Salatbuffet nebst Grillgut ließ niemanden hungrig zurück. Mehrere Boote mit Schnupper-Ruderern gingen zu Wasser, was an diesem sonnigen und warmen Septembertag allen Beteiligten Spaß machte.


Dorstener rocken Rotterdam - Gold und Bronze bei der WM - 23.09.2016

In einem Naherholungsgebiet vor den Toren Rotterdams liegt die Willem-Alexander-Baan. Hier fanden vom 21.08.2016 - 28.08.2016 die Weltmeisterschaften der Junioren, der U23 und der nichtolympischen Bootsklassen statt. Gleich vier Ruderer aus Dorsten sollten auf der Strecke, die einst der heutige König Willem-Alexander zu seinen Ehren als Kronprinz eröffnete, für den Deutschen Ruderverband an den Start gehen. Dass diese Weltmeisterschaften am Ende zum wahren Medaillenspektakel für die Dorstener wurden, damit konnte vorab niemand rechnen.

Am Ende Bronze gewonnen

Relativ früh war die Nominierung von Christopher Reinhardt für den U23-Achter von Trainer Peter Thiede absehbar. Mit guten Leistungen im Frühjahr hatte Christopher, der grade erst zu den Senioren aufgestiegenen war, auf sich aufmerksam gemacht. Spätestens nach der Kleinbootmeisterschaft, bei der er mit Marc Leske als sechstplatziertes U23-Boot überzeugte, war die Teilnahme an der U23-WM in Rotterdam absehbar. Die Goldmedaille mit dem U23-Achter bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Juni sorgte dann für die Gewissheit. Der "kleine Deutschlandachter", den Stützpunktrainer Thiede in Dortmund trainiert, galt als einer der Favoriten im großen Meldefeld. Dreizehn U23-Achter hatten gemeldet, also standen Vor- und Hoffnungsläufe, sowie Halbfinals an, ehe es an die Medaillenentscheidungen ging. Und schon im Vorlauf hatte die Crew mit Malte Daberkow, Jakob Schneider, Malte Grossmann, Finn Knüppel, Christopher Reinhardt, Laurits Follert, Jakob Schulte Bockholt, Marc Leske und Steuermann Jonas Wiesen mit Problemen zu kämpfen. Platz zwei reichte zwar zum direkten Einzug ins Finale, doch so richtig kam das deutsche Boot nicht in Fahrt.

Im Halbfinale standen die ersten schweren Aufgaben an. Sowohl die Niederlande, als auch die Rumänen hatten sich in den Vorläufen stark präsentiert und machten dem deutschen Nachwuchsboot das Leben von Beginn an schwer. Platz 3 hinter den Niederländern und den Rumänen im Halbfinale reichte zur Teilnahme am A-Finale, doch die Zeiten aus dem zweiten Halbfinale machten wenig Hoffnung auf eine Medaille. Denn dort waren die Briten, die Ukraine und Italien deutlich schneller unterwegs gewesen.

So ging es dann am Freitagabend um 17:45 Uhr ins Finale. Auf der ungünstigen Bahn 5. Der Start klappte gut, Platz 2 nach den ersten 500 m. Vorne waren von Beginn an die Niederlande und behielten diese Führung ungefährdet bis zum Ende. Die Tribüne bebte... VIVA HOLLANDIA!!! Doch das Rennen dahinter war spannend und die Deutschen mittendrin. Ernüchterung bei der 1000m Zeit, Platz vier, ebenso bei 1500 m. Sollte es für Christopher nach Bronze bei der U19 WM im Vorjahr dieses Mal nur zum vierten Platz reichen? Nein, dachte sich Steuermann Jonas Wiesen. Er trieb die Mannschaft 600 m vor dem Ziel zum Endspurt an, alles oder nichts war die Ansage. Mit der schnellsten Zeit über die letzten 500m schnappte sich das grüne Boot der Deutschen den dritten Platz, den die Ukrainer bis kurz vor der Ziellinie zu verteidigen versuchten. Doch am Ende der Jubel auf deutscher Seite, erschöpft aber erleichtert gingen die Arme hoch. Es siegten die Niederlande, vor den Briten und dem deutschen Boot.

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Der Plan B(ronze)

Mit ihrem Bruder an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen war der Reiz dieser Veranstaltung für Charlotte Reinhardt. Ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft der nichtolympischen Bootsklassen war eigentlich nicht geplant, vielmehr unternahm sie mit dem deutschen Frauenachter den Versuch, sich für die olympischen Spiele zu qualifizieren. Nach dem mäßigen Abschneiden der deutschen Riemenfrauen bei der WM 2015 in Aiguebelette war jedoch absehbar, dass dieses Vorhaben sehr ambitioniert sein würde. Der letzte Versuch war im Mai die "Regatta of the Death" in Luzern. Hier scheiterte das Vorhaben, in welches Charlotte in den letzten zwei Jahren sehr viel Zeit und Training investiert hatte, kläglich. Ernüchterung folgte in den nächsten Tagen, doch ganz schnell stand auch der "Plan B". Noch auf dem Regattaplatz am Rotsee stand das Gerüst. Charlotte mit Alexandra Höffgen, sowie dem Mainzer Zweier mit Lea Kathleen Kühne und Melanie Hansen sollten einen Vierer bilden, den der Interims Coach der deutschen Riemenfrauen, Ralf Müller, auf die WM vorbereiten sollte. Mit dem Sieg beim letzten Weltcup in Posznan entstand Hoffnung auf eine Medaille. "Ich fahre da nicht hin um wieder nichts zu gewinnen" so die Ansage von Charlotte Reinhardt, als es in der Vorbereitung mal nicht so rund lief. Ehrgeiz und Zielstrebigkeit, dass sollte diese Mannschaft ausmachen, zusammen mit einer guten Grundeinstellung. Nachdem Alexandra Höffgen aus persönlichen Gründen ausstieg, wurde mit Ronja Schütte (EWRC) eine erfahrene Sportlerin gewonnen, die sich sofort bestens in die Mannschaft einfügte.

Sieben Vierer hatten gemeldet, darunter auch die favorisierten Boote aus den USA und Großbritannien. Einzig bekannt war das Boot aus Belarus, welches man beim Weltcup bereits schlagen konnte. Somit war das ganze Unterfangen eine große Wundertüte, die sich im Vorlauf aber als absolut konkurrenzfähig herausstellte. Platz 2 hinter den Britinnen bedeutete zwar den Umweg durch den Hoffnungslauf, dennoch machte die insgesamt drittschnellste Zeit der beiden Vorläufe ein wenig Hoffnung. Am Samstagmittag stieg dann das Finale. An der Strecke stand der Support. Vereinskameraden, Eltern und die jahrelangen Wegbegleiter, Mark Osborne und Sebastian Schmelzer, waren vor Ort, ebenso Charlottes Freund, Matze Hörneschemeyer, der selbst bei den U23 Weltmeisterschaften im Vierer mit Steuermann am Start war. Vorneweg starteten die Britinnen und die USA. Bei Streckenhälfte übernahmen die Britinnen das Kommando und fuhren die Goldmedaille ins Ziel. Silber ging an die USA. Und dahinter? Ungefährdet lag das deutsche Boot im gesamten Rennen auf dem Bronzerang und konnte den Vorsprung auf die dahinterliegenden Boote stetig ausbauen. Auch hier die gleichen Bilder bei der Siegerehrung, wie am Tag zuvor beim Bruder. Emotionen, Freude und endlich wieder fröhliche Gesichter im Frauen-Riemenbereich. Ein totgesagter Bereich im DRV sendet ein Lebenzeichen, was Hoffnung und Motivation für die nächsten vier Jahre schenkt.

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Unverhofft ins Boot

Benedikt Müller beendete die zweite U23 Kleinbootüberprüfung mit Platz zehn. Zwei Jahre hatte er auf seinen Durchbruch im U23 Bereich warten müssen, nun sollte es endlich klappen. Als Ersatzmann wurde Benedikt auf den Deutschen Meisterschaften für die U23 Weltmeisterschaften nominiert. Und kurz vor Beginn des abschließenden Trainingslagers in Ratzeburg war dann des einen Leid sein Glück. Michael Trebbow, der zusammen mit Malte Großmann für den Zweier nominiert war, verletzte sich schwer, so das kurzerhand der Zweier neu gebildet wurde. Hier sollte nun Benedikt mit Johannes Rentz (Dortmund) an den Start gehen. Drei Wochen hatte das "Himmelfahrtskommando" Zeit, sich aufeinander einzustimmen, was unter der Anleitung von Bootstrainer Peter Thiede in Ratzeburg vonstatten ging. Neun Boote hatten für den U23 Zweier ohne Steuermann gemeldet, sechs kamen ins Finale. Mit Platz drei im Vorlauf und dem ebenfalls dritten Platz im Hoffnungslauf reichte es nur ganz knapp nicht für das A-Finale. Besonders auf den letzten 1.000 m im Hoffnungslauf deuteten Rentz/Müller das Potential an, welches in diesem Boot steckte, leider zu spät. Im B-Finale ging es gegen Griechenland. Und hier schöpften Müller und Rentz ihr Potential endlich ganz aus und beendeten die U23 Weltmeisterschaften mit einem achtbaren siebten Platz. "Hätten die beiden den Hoffnungslauf so gerudert wie das B-Finale, dann wäre das A-Finale locker dring gewesen" kommentierte Bundestrainer Thiede das Ergebnis.

Manchmal gibt es eben doch Wunder

So könnte man die Leistung von Cedric Kulbach im Leichtgewichts-Doppelvierer beschreiben. "Im Rudern gibt's keine Wunder und auch nur selten Überraschungen. Die Favoriten setzen sich meistens durch" sagte RVD Trainer Sebastian Schmelzer noch vor den Finalrennen. Einige Stunden später erlebten er und Co-Trainer Mark Osborne eben genau dieses.

Als Siebter der deutschen Kleinbootmeisterschaften hatte sich Cedric bereits früh in der Saison für die WM in den Fokus der Bundestrainer gerudert. Doch noch auf der Nominierungsregatta in Ratzeburg brach Cedric sich den Fuß - doch wer meinte, dass damit die Ambitionen des Wahl-Karlsruhers sanken, der fehlte. Zusammen mit Patrik Stöcker, Johannes Ursprung und Florian Roller nahm er die UWV in Mölln auf. Der "wild zusammengewürfelte Haufen" hatte Schwierigkeiten eine Einheit zu werden und sich technisch aufeinander einzustellen. Probleme, die das deutsche Boot auch noch im Vorlauf zeigte. Nur Platz drei, die direkte Qualifikation für das A-Finale war damit verpasst. Doch leise Hoffnung kam über den Zeitvergleich auf, denn immerhin war man das viertschnellste Boot beider Vorläufe. Vor dem Hoffnungslauf ging ein Ruck durch das deutsche Team. "Wir machen das jetzt anständig, ansonsten können wir es gleich lassen" beschwor Cedric seine Mannschaft vor dem Rennen. Und das schien zu wirken - Platz 1 im Hoffnungslauf, das erste gute Rennen des Doppelvierers.

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Am 27.08.2016 um 13:35 Uhr hieß es dann Attention Go!!! Charlotte hatte soeben Bronze im Vierer ohne Steuerfrau gewonnen, Christopher im U23-Achter Bronze am Tag zuvor. Cedric Kulbach lag mit dem deutschen Leichtgewichts-Doppelvierer am Start bei einem WM-Finale!!! Cedric, der immer als zu klein und zu leicht galt, aber über einen immensen Trainingswillen verfügte, war in Jugendjahren den Kollegen Müller, Reinhardt und Co einfach körperlich unterlegen. Zum Studium ging er nach dem Abitur nach Karlsruhe und trainierte weiterhin. Im letzten Jahr qualifizierte er sich bereits für die U23-Weltmeisterschaften in Plovdiv, jetzt reichte es für die A-WM.

Das Rennen startete und das deutsche Boot war von Beginn an vorne mit dabei. Die Führung bestand auch bei der ersten 500m Marke und wurde bis zur Streckenhälfte immer weiter ausgebaut. "Wenn alles gut geht, gibt's vielleicht auch eine Medaille, aber es wird schwer", prognostizierte Dorstens Co-Trainer Mark Osborne bereits vor dem Rennen. Bei 1500 m betrug der Vorsprung auf die favorisierten Franzosen bereits drei Sekunden. "Wenn da nix mehr schief geht, gewinnen die Gold - das glaube ich nicht", dachte sich Cedrics einstiger Jugendtrainer Sebastian Schmelzer, der total verwundert das Geschehen auf der Tribüne verfolgte. Am Ende kamen die Franzosen nochmals auf, aber es reichte zu GOLD!!! Was folgte war der absolute Wahnsinn. Auf der Strecke feierten Kulbach und Co, ein gutes Dutzend mitgereister Fans sprang ins Wasser und schwamm zum Boot hin und im Zuschauerbereich jubelten Trainer, Eltern, Bruder und einstige Trainingskollegen aus Dorstener Tagen. Weitere Emotionen beschreiben die Bilder zu diesem Artikel eindrucksvoller, als Worte es jemals könnten.

Ein Wahnsinnsjahr - das Fazit des Trainers

Als ich 2015 mit Carolin und Christopher mit Gold und Bronze an der Copa Cabana stand, dachte ich mir: Junge, das war es jetzt. Das war der Höhepunkt, wie wollen wir dieses Gefühl denn jemals toppen??? Gefühlt hatten wir bei den deutschen Meisterschaften 2015 etwa 10 Medaillen gewonnen, hatten zwei WM Tickets für die U19 WM in der Tasche und mit Charlotte und Jason zwei aussichtsreiche Kandidaten für die Olympischen Spiele.

Ein Jahr später sitze ich da und resümiere das Jahr 2016. Dabei stellt sich mir die Frage, was wir da einst für eine Saat gesät haben? Jason Osborne, Dorstens erster Kinderruderer nach dem Relaunch der Jugendarbeit in 2005, war bei den Olympischen Spielen in Rio. Lukas Müller gewann in Juli bei der Royal Henley Regatta. Tim Knifka wurde Europameister bei der Studenten EM. Bei den U23 Weltmeisterschaften gingen Benedikt Müller und Christopher Reinhardt an den Start und Christopher gewinnt gleich die Bronzemedaille im Achter. Cedric Kulbach gewinnt Gold bei dem WM, Charlotte Bronze im Vierer und eine Woche später gewinnen beide noch Gold bei den Studentenweltmeisterschaften in Posznan, wo sich mit Timo Piontek der nächste Dorstener zugesellte.

Wohin uns der Weg in den nächsten Jahren führt, ist schwer vorherzusagen. Die Kinder von einst sind groß geworden - und rocken Ruderdeutschland derzeit richtig! Uns alle verbindet die Erinnerung an unsere gemeinsamen Jahre in Dorsten - wohin alle hin und wieder gerne zurückkehren. Ich glaube, dass wir in den nächsten Jahren noch das eine oder andere Highlight erleben werden. Denn nicht nur die "alten Hasen" sind noch jung genug für weitere tolle Jahre, auch die Junioren von heute werden das eine oder andere Kapitel unserer Erfolgsgeschichte hinzufügen. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie das Pflänzchen, was wir einst ausgesät haben, immer weiter wächst.

ROW4TOKIO !!!

Euer Sebastian


Dorstener triumphieren bei den Weltmeisterschaften der Studenten - 05.09.2016


Cedric, Charlotte und Timo privat

Was für ein Saisonabschluss! Vor gut einer Woche sorgten Charlotte Reinhardt und Cedric Kulbach mit dem Gewinn der Bronze- bzw. Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam für großen Jubel beim heimischen Ruderverein Dorsten. Beide waren nun erneut die Protagonisten weiterer "goldener Momente". Für den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) gingen beide am vergangenen Wochenende bei den Weltmeisterschaften der Studenten in Posznan an den Start. Zu den beiden gesellte sich mit Timo Piontek noch ein weiterer Ruderer dazu, der seine Wurzeln in Dorsten hat.


Charlotte Reinhardt im Vierer

Erneut im Vierer ohne Steuerfrau startete Charlotte Reinhardt, dieses Mal zusammen mit Constanze Duell, Clara Redetzki und Friederike Reißig. Nach einem klaren Sieg im Vorlauf war klar, dass das deutsche Boot zu den Favoriten auf eine Medaille gehören würde. Wie im Vorlauf starteten die Deutschen ruhig ins Rennen über die olympische 2000 m Distanz, waren bei der 500m Marke mit 8/10 Sekunden an den führenden Britinnen dran. Bei Streckenhälfte hatte sich das deutsche Boot gut eine Sekunde Vorsprung erarbeitet, den sie bis ins Ziel kontinuierlich ausbauten. Eine verdiente Goldmedaille. Das Boot aus Italien holte Silber, Bronze ging an Großbritannien.


Cedric Kulbach (links)

Genau eine Woche vorher hatte Cedric Kulbach bei den Ruderweltmeisterschaften in Rotterdam überraschend die Goldmedaille gewonnen. Zusammen mit Johannes Ursprung ruderte er in Posznan nun im Leichtgewichts-Doppelzweier. Nach einem überzeugenden Sieg im Vorlauf wurde es im Finale spannend. Bis zur 1500 m Marke dominierten die beiden Deutschen das Rennen, doch im Endspurt kamen die Boote aus der Slowakei, Frankreich und Italien nochmal stark auf. Am Ende reichte es mit 8/100 Sekunden zu Gold, vor den Booten aus der Slowakei und Frankreich.


Timo Piontek (links)

Ebenfalls spannend machte es Timo Piontek. Der zweifache Juniorenweltmeister startete im Doppelzweier, zusammen mit Stephan Krüger, der erst kürzlich bei den Olympischen Spielen in Rio mit Ruderikone Marcel Hacker im Doppelzweier an den Start gegangen ist. Auch hier reichte es am Freitag zum souveränen Sieg im Vorlauf. Im Finale am Sonntag schienen die Verhältnisse lange geklärt, so hatte der deutsche Doppelzweier bei 1.500 m , mit mehr als zwei Sekunden die Nase vorne. Doch ein beherzter Angriff der Polen sorgte nochmal für Spannung, den Piontek und Krüger abwehren konnten. Gold gewann Deutschland vor den Polen und dem Boot aus Tschechien.

"Was für ein toller Sommer. Die Saison hatte Höhen und Tiefen, Triumph und Enttäuschung lagen ganz dicht beieinander. Olympia, Erfolge bei den Weltmeisterschaften, der Sieg in Henley und überzeugende Auftritte der Junioren. Und weitere Talente stehen in den Startlöchern. Es macht gerade richtig Spaß" resümiert RVD Trainer Sebastian Schmelzer die Leistungen der Dorstener Ruderer. Und für die Zukunft hofft er auf weitere große Momente "Wir haben noch Ziele. Diese Generation ist noch nicht am Ende. Der Hunger nach Erfolgen wird bleiben".

Am kommenden Wochenende feiert der Ruderverein Dorsten sein 40-jähriges Bestehen. Freitagabend feiern die Vereinsmitglieder und geladene Gäste im Ramirez in Schermbeck, am Samstag findet am Bootshaus an der Gahlener Straße ein "Tag der offenen Tür" statt. Das Bootshaus steht Ruderinteressierten offen und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Zudem besteht die Möglichkeit eines Schnuppertrainings für Erwachsene.


Dorstens Ruderer vor internationalen Aufgaben - Rio im Blick - Rotterdam im Fokus - 29.07.2016

Jason Osborne steht die wohl größte Herausforderung seiner bisherigen sportlichen Laufbahn bevor: Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Am Freitagmorgen landete der 22-jährige Wulfener mit der olympischen Rudermannschaft in Rio. Starten wird Osborne im Leichtgewichts-Doppelzweier, zusammen mit seinem langjährigen Trainingspartner Moritz Moos vom Mainzer Ruderverein.

Vor 5 Jahren trainierten die beiden erstmals in Mainz zusammen unter Robert Sens, selbst erfolgreicher Ruderer und zweifacher Olympiateilnehmer. Er erkannte das Potential der beiden und beschloss, das Boot als langfristiges Projekt aufzubauen und einmal zu den Olympischen Spielen zu bringen. Anfangs wurden sie belächelt und für zu klein befunden, doch beide ergänzten und entwickelten sich bestens. Moos hebt sich durch seine Rudertechnik ab, Osborne durch seine starke Physis.

Die Erfolge der beiden sprechen für sich: 2013 holten beide bei den U23 Weltmeisterschaften in Linz den Titel im Leichtgewichts Doppelzweier, zudem Silber bei den A-Weltmeisterschaften in Südkorea im Leichtgewichts-Doppelvierer. 2014 verteidigten sie den Titel bei den U23 Weltmeisterschaften in Varese. 2015 holten Osborne und Moos mit dem sechsten Platz bei den A-Weltmeisterschaften die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele. 2016 reichte es bei den Europameisterschaften in Brandenburg zur Silbermedaille hinter dem Boot aus Irland.

Nun geht mit dem Start bei den Olympischen Spielen der große Traum der beiden in Erfüllung. Zu den Favoriten auf die Medaillen gehören jedoch andere Boote. "Man muss bedenken, dass Moritz und Jason mitunter die jüngsten Teilnehmer in Rio sind. Teams wie Frankreich sind älter und erfahrener im Wettkampf" so Trainer Robert Sens. Zudem kommen die Boote aus Irland und Großbritannien. Trotzdem: Jason Osborne und Moritz Moos sind nach zahlreichen Trainingslagern gut vorbereitet und werden das Maximum aus dem Wettkampf herausholen. Die Vorläufe auf dem Lagoa Rodrigo de Freitas starten am 7. August, das Finale steigt am 12. August.

Olympische Spiele 2016 - Übersicht (rudern.de)
Rudern: Meldungen, Videos, Termine, Hintergründe (sportschau.de)


Während es am Zuckerhut um olympische Medaillen geht, geht es für andere Dorstener Ruderer um Weltmeisterschaftsmedaillen. Denn bereits seit Donnerstag bereiten sich Benedikt Müller und Christopher Reinhardt auf die U23 Weltmeisterschaften in Rotterdam vor, die vom 19. August bis zum 28. August auf der Willem Alexander Baan stattfinden.

Während Christopher Reinhardt im U23 Achter startet, erhält Benedikt Müller die Chance, sich in dem derzeit in Ratzeburg stattfindenden Trainingslager auf den Zweier ohne Steuermann vorzubereiten. "Eigentlich war Benedikt als Ersatzmann nominiert worden, durch einen Trainingsunfall rückt er jetzt nach. Er wird die Chance nutzen, da bin ich sicher. Er hat es sich verdient", so "Heimtrainer" Sebastian Schmelzer. Gleichzeitig mit den U23 Weltmeisterschaften finden auch die Weltmeisterschaften der nicht-olympischen Bootsklassen statt.

Im Vierer ohne Steuerfrau startet Charlotte Reinhardt, zusammen mit Ronja Schütte (Essen Werden) und den Mainzerinnen Lea Kathleen Kühne und Melanie Hansen. Nachdem der deutsche Frauenachter bei der Qualifikationsregatta im Mai in Luzern die Olympischen Spiele verpasst hatte, wechselte Charlotte Reinhardt die Bootsklasse und stieg in den Vierer um. Beim Weltcup in Posen holten die vier Frauen den Sieg und bereiten sich nun intensiv mit Bootstrainer Ralf Müller (Leverkusen) auf die WM vor. "Ich bin total stolz. Charlotte war nach dem Olympia-Aus natürlich enttäuscht, hat aber den Blick sofort wieder nach vorne gerichtet. Ich hoffe, dass dieser Ehrgeiz belohnt wird", so Sebastian Schmelzer.

Ebenfalls in Rotterdam ist Cedric Kulbach am Start. Zwar lebt der 23 jährige Schermbecker mittlerweile in Karlsruhe, doch auch er stammt aus der Talentschmiede am Wesel-Datteln-Kanal. Bei den Weltmeisterschaften startet er im Leichtgewichts-Doppelvierer.


Lukas Müller gewinnt bei Royal Henley Regatta - 08.07.2016

Die Royal Henley Regatta gilt als die traditionsreichste Ruderregatta der Welt. Seit 1839 wird diese Regatta auf der Themse bei Henley-on-Thames ausgetragen, wobei aufgrund der Breite der Strecke nur zwei Boote in einem K.O.-Rennen über 550 Yards (2.112 m) gegeneinander antreten.

Neben den Athleten der internationalen Ruderszene, die die Henley Regatta als Pflichtprogramm in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro mitnehmen, starten dort ebenfalls zahlreiche Universitäts- und Clubmannschaften, überwiegend aus Europa, Australien und Nordamerika.


Stege, an denen die Boote ablegen

das Boot der Schiedrichter


Video: Henley Regatta Einführung mit Sir Matthew Pinsent


Benedikt und Sir Steven Redgrave

Als Mitglieder der U23 Nationalmannschaft waren Benedikt Müller und Christopher Reinhardt mit dem U23-Achter im Grand Challenge Cup eingeladen worden. Dort treten die Nationalmannschaften gegeneinander an, allerdings unter ihren Clubnamen. Eine ganz besondere Ehre wurde dem RV Dorsten somit zuteil, denn da Dorsten neben Krefeld die meisten Sportler des Bootes gemeldet hatte, startete der deutsche U23 Nationalachter als "Crefeld & Dorsten". Erster Gegner war im Achtelfinale der italienische Achter, der die Qualifikation für die Olympischen Spiele im Mai nur knapp verpasste. Mutig ging die Crew von Coach Peter Thiede vom Start weg und führte das Rennen bis zur Streckenhälfte mit einer Luftkastenlänge an. Gegen die Italiener, die das deutsche Boot immer wieder mit Spurts unter Druck setzten, konnte die junge Crew aus dem Bundesleistungszentrum Dortmund schlussendlich nichts mehr entgegensetzen. "Ich denke, insgesamt haben alle viel Erfahrung mitgenommen. Die Konkurrenz war hier knallhart, die Bedingungen besonders. Es war eine lehrreiche Veranstaltung, die wohl keiner vergessen wird", erklärte Bundestrainer Peter Thiede abschließend.


Video: Benedikt und Christopher im Achtelfinale des Grand Challenge Cup gegen Italien

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die Mannschaft des U23-Achter

Im Britania Challenge Cup startete Lukas Frederik Müller zusammen Fabian Weiler, Dominic Imort, Felix Krane und Steuerfrau Anna Dames vom RTHC Bayer Leverkusen im Vierer mit Steuermann. Überlegen gewann die Crew, die erstmals drei Wochen vor der Regatta zusammen trainierte, das Achtel-, Viertel-, und Halbfinale.


Im Halbfinale fährt...

...das Boot mit Lukas der...

...Mannschaft des Thames RC davon

Im Finale des Britannia Challenge Cup, der Trophäe der Club-Vierer, gegen den Vierer des Londoner Imperial College Boat Club, hatte der Gegner dem aggressiven, hochfrequenten und kraftvollen Start des Leverkusener Bootes nicht genug entgegenzusetzen und so betrug der Vorsprung nach etwa 500 Metern schon über anderthalb Längen. Mit kraftvoller, sauberer und dynamischer Wasserarbeit baute die Crew mit dem 22-jährigen Dorstener den Vorsprung - angetrieben von ihrer Steuerfrau - kontinuierlich aus und führte auf der Strecke zeitweise mit bis zu vier Längen Abstand.


Finallauf, Konzentration am Start

mit kräftigen Schlägen
geht es auf die Strecke

bewährtes Brauchtum bei Erfolg:
die Steuerfrau geht baden


Video: das Finale gegen Imperial Boat Club in voller Länge

Weitere Videos:

Nachhaltig beeindruckt zeigten sich die britischen Kommentatoren von der Physis und der ruderischen Qualität des Bootes. Trotz mehrfacher Versuche des Londoner Bootes mit Spurts noch einmal heranzukommen, reichte es am Ende für den Sieg. Für Lukas Müller, der 2011 Juniorenweltmeister im Vierer ohne Steuermann wurde, erfüllte sich ein Traum. Zwei Mal hatte er bereits in verschiedenen Bootsklassen an der Royal Henley Regatta teilgenommen, nun endlich durfte er sich auf einem der Siegerpokale verewigen. Eine Sache, die er mit dem dreifachen Ruderweltmeister Wolfgang Klapheck gemeinsam hat. Er siegte 1990 im Grand Challenge Cup mit dem Deutschlandachter.


Siegerehrung

Siegerehrung

die glückliche 4+ Sieger...


Video Siegerehrungen - Lukas bei ca. 2:50


...strahlen um die Wette

4+ Siegerbild mit Pokal

der macht schon was her ;-)

"Für alle, die einmal diese spezielle Atmosphäre in Henley miterleben durften, ist es der absolute Traum dort zu gewinnen. Gerade für Lukas, der in den letzten Jahren nicht immer nur Glück hatte, freut mich das riesig. Ich hoffe, dass wir 2017 wieder am Start sind", kommentierte RVD Coach Sebastian Schmelzer, der das Geschehen aus der Ferne per Internet Livestream verfolgte.

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Lukas mit dem Britannia Challenge Cup


Vier Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften - Christopher Reinhardt ist Deutscher Meister im U23 Achter - 29.06.2016

Eigentlich hätte alles so schön sein können - Die Deutschen Meisterschaften der U17, U19 und U23 sollten vor der Haustür auf dem Baldeneysee stattfinden, Ende Juni bei schönsten Sommerwetter. So der Plan. Die Realität sah anders aus. Auf dem Baldeneysee grassiert die Wasserpest, die vor etwa drei Wochen für die Absage der Meisterschaften in Essen sorgte. Hamburg sprang als Ersatzausrichter ein, was uns organisatorisch vor gewaltige Aufgaben stellte. Nicht nur Boote und Material mussten in den Norden, auch 11 Ruderer und deren Betreuer mussten irgendwo unterkommen und transportiert werden. Kurzerhand taten wir uns mit Marl und dem RC Westfalen Herdecke zusammen, besetzen die eigenen und angemieteten Busse und bezogen unser Quartier mit 22 Personen in der Jugendherberge in Ratzeburg.

Sportlich ging es auf dem Wasserpark an der Dove Elbe dann ab Donnerstags zur Sache. Die Ergebnisse im Einzelnen:

U17:
JM 4+ BJulius Gülker Platz 8 (12 Boote)
JM 8+ BJulius Gülker Platz 6 (7 Boote)
JM 2x B LgwLeon Jakiel, Tim Gerling Platz 15 (19 Boote)
JM 4x+ B LgwHendrik Winkel, Lennart Kötters,
Marina Plänker
Platz 5 (18 Boote)
U19:
JM 2- AAaron Kiersch Platz 7 (12 Boote)
U23:
SM 4+ BBenedikt Müller Platz 3 (4 Boote)
SM 4- BChristopher Reinhardt Platz 2 (4 Boote)
SM 8+ BBenedikt Müller Platz 2 (5 Boote)
SM 8+ BChristopher Reinhardt Platz 1 (5 Boote)

Für die Junioren des Rudervereins endete mit den Deutschen Jugendmeisterschaften eine lange und erfolgreiche Regattasaison. Besonders stolz dürfen wir auf das Gesamtergebnis sein. Für die meisten B-Junioren war es überhaupt der erste Start bei einer Meisterschaft, zwei A-Finals sind da schon beachtlich. Der Leichtgewichts-Doppelvierer hatte sogar zwischenzeitlich die Chance auf eine Medaille, das Feld war verdammt eng. Auch Aaron im JM 2- A hat sich über die Saison wahnsinnig gesteigert und durfte am A-Finale schnuppern. Das motiviert für das kommende Jahr.

Die U23 Ruderer Christopher Reinhardt und Benedikt Müller durften sich nach den Finalrennen bei der Nominierungskommission um U23 Bundestrainerin Brigitte Bielig einfinden. Christopher wurde für die U23 Weltmeisterschaften in Rotterdam für den Achter nominiert, Benedikt wird Ersatzmann der olympischen Bootsklassen (8+ / 4- / 2-) und wird erstmals den Bundesadler tragen.

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Die U23 Weltmeisterschaften finden vom 21.08.2016 - 28.08.2016 zeitgleich mit den U19 und den A-Weltmeisterschaften auf der Willem-Alexander-Baan vor den Toren Rotterdams statt. Dort treffen Christopher und Benedikt auf Charlotte Reinhardt, die im Frauen Vierer ohne Steuerfrau für Deutschland an den Start geht. Ob sich mit Cedric Kulbach noch ein weiterer Dorstener hinzugesellt steht noch in den Sternen, da er aufgrund einer Fußverletzung noch nicht wieder ins Training zurückgekehrt ist. Er startet nominell im Leichtgewichts-Doppelvierer.

Bevor es für Christopher und Benedikt jedoch zur WM geht, steht ab kommenden Mittwoch die Royal Henley Regatta an. Hier starten beide im U23 Achter des DRV, der als eingeladene Nationalmannschaft im Grand Challenge Cup an den Start geht.


Ratzeburg / Hamburg: gelungene Generalproben für Dorstener Ruderer - 13.06.2016

Bevor es bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, die vom 23. bis 26.06.2016 in Hamburg stattfinden, um Medaillen und WM-Nominierungen geht, stand für Dorstens Ruderer bei den internationalen Regatten in Ratzeburg und Hamburg die Generalprobe an.

Bei der internationalen Regatta in Ratzeburg traten am ersten Juniwochenende 530 Teilnehmer aus 9 Ländern gegeneinander an. Wie auch in den letzten Jahren nutzt der Deutsche Ruderverband die Regatta in Ratzeburg als Qualifikationsregatta für die U23 Nationalmannschaft, die im August bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam an den Start gehen soll.

Beste Chancen hat hier Christopher Reinhardt, der seinen Platz im U23 Achter des Deutschen Ruderverbandes sicher haben sollte. An beiden Tagen ließ der deutsche Achter die internationale Nachwuchs-Konkurrenz aus Polen und Frankreich zweimal hinter sich. Und das, obwohl die Crew am Sonntag krankheitsbedingt den Bugmann ersetzen musste, für den Lukas Müller einsprang. Der Achter fuhr auch mit ihm wieder einen Start-Ziel-Sieg ein. Die anderen deutschen Boote waren auf den ersten 1.000 Metern knapp dahinter, mussten dann aber abreißen lassen und kamen hinter den U23-Achtern aus Frankreich und Polen ins Ziel.

Ebenfalls um ein Ticket zur U23 WM kämpft Benedikt Müller. Zusammen mit seinem Trainingspartner Daniel Tkaczick aus Düsseldorf wurde Müller in zwei Viererkombinationen getestet und konnte am Sonntag mit den Ruderern aus Düsseldorf und Oberhausen das Rennen siegreich beenden. Welche Kombination letztendlich bei den in zwei Wochen in Hamburg stattfindenden Jahrgangsmeisterschaften rudert, ist noch unklar. Fakt ist: Wird Müller im Vierer mit Steuermann Deutscher U23 Meister, startet er bei dem WM in dieser Bootsklasse. Andernfalls wird er wohl als Ersatzmann für die WM in Rotterdam nominiert.

Ebenfalls am ersten Juniwochenende fand in Hamburg die internationale Juniorenregatta statt, der Generalprobe für Dorstens Nachwuchsruderer. Weiterhin auf Erfolgskurs waren auch an diesem Wochenende Hendrik Winkel und Lennart Kötters. Erneut bewiesen sie im Leichtgewichts Doppelzweier der B-Junioren, dass sie zu den schnellsten deutschen Booten gehören. Samstag gewann die beiden Altendorfer souverän ihr Rennen und qualifizierten sich für den ersten gesetzten Lauf am Sonntag. Hier startete Hendrik Winkel zusammen mit Julian Risse (RC Marl). Das von einigen Trainern favorisierte Duo unterstrich die Erwartungen und siegte ebenfalls vor den Booten aus Essen und Münster.

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Hendrik Winkel und Lennart Kötters am Steg

Nicht ganz optimal lief es für den "leichten" B-Junioren Doppelvierer. Nach bisher überzeugenden Auftritten in der Saison musste krankheitsbedingt umgesetzt werden. Samstags belegte die Crew mit Hendrik Winkel, Lennart Kötters, Julian Risse, Tim Gerling und Marina Plänker den zweiten Platz und qualifizierte sich ebenfalls für den ersten gesetzten Lauf am Sonntag. Zusammen mit Miguel Gaspar (Herdecke), der Tim Gerling ersetzte, belegte das Boot den sechsten Platz.

Immer besser in Fahrt kommt Aaron Kiersch, der zusammen mit Vincent Schmidt (Herdecke) im Zweier ohne Steuermann bei den Junioren A an den Start geht. Nachdem ein technisches Problem den Sieg am Samstag verhinderte, reichte es am Sonntag endlich für den ersten Sieg über die 2000 m lange Strecke auf dem Wasserpark Dove Elbe vor den Toren Hamburgs. "Wir wissen das Ergebnis einzuschätzen, denn die besten Zweier waren in den Vierern und Achtern unterwegs. Dennoch ist der Sieg ein Achtungserfolg, der die Jungs für die gute Arbeit der letzten Wochen belohnt. Unser Fokus liegt auf 2017", resümierte Trainer Sebastian Schmelzer die Leistungen der beiden Nachwuchshoffnungen.

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Aaron Kiersch und Vincent Schmidt

Ebenfalls immer besser in Fahrt kommt Julius Gülker im B-Junioren Vierer mit Steuermann. Zusammen mit Ruderern aus Dortmund reichte es in Hamburg zwar nicht zu Siegen, dennoch stimmen die Platzierungen mit Blick auf die Deutschen Jugendmeisterschaften optimistisch. "Die Mannschaft kommt immer besser zusammen und investiert viel Zeit ins Training. Es könnte am Ende eine Überraschung geben" so RVD Trainer "Ötte" Wyrwoll.

In gut zwei Wochen geht es auf dem Wasserpark Dove Elbe dann bei den Deutschen Meisterschaften der U17, U19 und U23 um Medaillen und um die endgültigen Tickets für die U23 Weltmeisterschaften in Rotterdam.


Life goes on... Charlottes Blog nach Luzern - 06.06.2016

Sicher hat sich das der Frauenachter des DRV anders vorgestellt. Ende Mai in Luzern wollte Charlotte Reinhardt mit ihrem Team die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio schaffen, doch daraus wurde leider nichts (Dorstener Zeitung vom 24.5.2016). In einem persönlichen Blog auf frauenachter.de schreibt Charlotte über ihre Gedanken vor und nach Luzern.


Fahrtenbericht von unserer Tour auf Fulda und Weser Anfang Mai - 24.05.2016

Gewohnt routiniert hat Martin für uns und einige Legionäre aus anderen Vereinen eine Tour auf Fulda und Weser von Kassel nach Minden organisiert. War die Woche davor noch von gruseligem Winterwetter mit Hagel und Sturm geprägt, so wurden wir an den meisten Tagen unterwegs von der Sonne verwöhnt. zum Fahrtenbericht

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Gruppenbild der 18 Teilnehmer


Dorstens Ruderer trotzen Wind und Wellen - Vorentscheidungen in Bremen, Gent und Brandenburg - 12.05.2016

Schlag auf Schlag ging es für Dorstens Ruderer am vergangenen Wochenende. Ging es für Charlotte Reinhardt und Jason Osborne bei den Europameisterschaften in Brandenburg um die internationale Konkurrenzfähigkeit im Hinblick auf mögliche olympische Ehren, hieß es für Carolin Doerfler, Benedikt Müller, Lukas Müller, Cedric Kulbach und Timo Piontek die internationale Konkurrenzfähigkeit bei der Regatta in Gent zu beweisen. Und auch die RVD Junioren waren im Einsatz und trotzten bei der Großen Bremer Ruderregatta Wind und Wellen.

Europameisterschaften in Brandenburg

Gemischte Gefühle dürften Jason Osborne und Charlotte Reinhardt nach den Rennen bei den Europameisterschaften in Brandenburg haben. Freuen konnte sich Jason Osborne über die Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelzweier, die er zusammen mit seinem Mainzer Partner, Moritz Moos, überraschend vor den drittplatzierten Weltmeistern aus Norwegen gewann. Fragezeichen bereitet derzeit der überraschende Sieg der Iren - ein Boot, welches bislang noch nicht für die olympischen Spiele im August qualifiziert ist. "Die Iren waren überraschend stark, das hatte so keiner erwartet. Aber die Bedingungen am Finaltag waren auch äußerst schwierig - da spielt dann auch mal Glück eine Rolle. Silber ist ein toller Erfolg, es liegt aber noch Arbeit vor den beiden. Die werden sie angehen, da bin ich mir sicher", sagt Sebastian Schmelzer (Trainer RV Dorsten) der als Zuschauer in Brandenburg auf der Tribüne saß.

Auf den Vorlauf und den Hoffnungslauf verzichten musste Charlotte Reinhardt. Ein Magen-Darm Infekt stoppte die 22-Jährige in den ersten beiden Rennen des Frauenachters. Sieben Boote hatten gemeldet, darunter auch die Niederlande und Rumänien, die es in gut zwei Wochen bei der olympischen Qualifikationsregatta in Luzern zu schlagen gilt. Rechtzeitig zum Endlauf, für den sich der deutsche Achter neben den Niederladen, Rumänien, Großbritannien, Russland und Belarus qualifizierte, meldete sich Charlotte Reinhardt aber wieder zurück an Bord. Auch hier machten es Wind und Wellen dem auf der benachteiligten Außenbahn startenden deutschen Boot nicht leicht, aber anders als in den letzten Rennen behielt das Boot von Trainer Ralf Müller auf den ersten 500 m Kontakt zum Feld. Die Spitze machten die Niederländerinnen und Britinnen unter sich aus, wichtig war für das deutsche Boot aber der Zweikampf mit den Rumäninnen. Da Ergebnis am Ende. 1. GB, 2. NED, 3. RUS, 4. ROM, 5. GER, 6. BLR. Platz fünf, mit gut einer Bootslänge auf Rumänien. Ein Ergebnis das Hoffnung macht. "Bis 1500 m dachte ich, dass die Mädels hier an Rumänien dranbleiben. Trotzdem ein starkes Rennen, eine physisch starke Leistung. Unter normalen Bedingungen kann es in Luzern klappen. Es bleibt spannend" resümiert Sebastian Schmelzer den Auftritt der Frauen.

Internationale Regatta Gent

Da es in Deutschland in diesem Jahr keine internationalen Regatten für die U23 Ruderer gibt, bei denen diese sich mit der kontinentalen Konkurrenz messen können, entschied der Deutsche Ruderverband in diesem Jahr die Regatta Gent zu besuchen. So sollten nach den Eindrücken und Platzierungen der ersten Kleinbootüberprüfung vor gut zwei Wochen Starts in Groß- und Mittelbooten erfolgen. Einzig Lukas Müller musste im Kleinboot ran. Er belegte zusammen mit dem Siegburger Jannek Schirrmacher den zweiten Platz im Männer-Zweier ohne Steuermann. Sonntags belegte er im Männer 8+ Platz 3. Die beste Medaillenausbeute des Wochenendes gelang Carolin Doerfler. Sie war sowohl Samstag, als auch am Sonntag zusammen mit Julia Barz, Sophie Oksche und Elisaveta Sokolkova im Vierer ohne Steuerfrau erfolgreich und siegte zudem an beiden Tagen im ersten U23 Achter des Deutschen Ruderverbandes. Benedikt Müller belegte mit dem zweiten U23 Achter des DRV den zweiten Platz, sowie Platz 3 im Vierer ohne Steuermann. Timo Piontek, der für den Koblenzer RV Rhenania startet, gelangen am Samstag dritte und vierte Plätze im Männer Doppelvierer und Doppelzweier, sowie am Sonntag der dritte Platz im Männer-Doppelvierer.

Kulbach mit guten WM-Chancen

Cedric Kulbach war für den Karlsruher RV Wiking ebenfalls am Start. Samstag gewann er - zusammen mit dem Siegburger Patrick Stöcker - den Leichtgewichts Doppelzweier, Sonntag siegte er in einer Renngemeinschaft im Leichtgewichts Doppelvierer. Der Siebtplatzierte der Deutschen Kleinbootmeisterschaft unterstrich damit seine Ambitionen auf einen Start bei den Weltmeisterschaften im A-Bereich, die im August in Rotterdam stattfinden. Bundestrainer Marcus Schwarzrock machte dem Schermbecker, der ebenfalls aus dem RV Dorsten stammt, berechtigte Hoffnungen.

Junioren kämpfen in Bremen mit Problemen

Die in Münster vor zwei Wochen noch so erfolgsverwöhnten Juniorenruderer mussten in Bremen überwiegend mit zweiten und dritten Plätzen Vorlieb nehmen. So trafen besonders die Leichtgewichts B-Junioren auf starke Konkurrenz. So konnten die Doppelzweier mit Leon Jakiel / Tim Gerling und Lennart Kötters / Hendrik Winkel zwar teilweise überzeugen, Siege gelangen jedoch keine. Lediglich am Sonntag konnte der Leichtgewichts Doppelvierer der Renngemeinschaft Dorsten / Marl / Gelsenkirchen mit Hendrik Winkel, Lennart Kötters und Steuerfrau Marina Plänker am Siegersteg anlegen.

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JM B 4x+ Lgw mit Hendrik, Marina und Lennart

Immer besser in Fahrt kommen Aaron Kiersch und Vincent Schmidt (Herdecke) im Junioren A Zweier ohne Steuermann. Auch hier gelang beiden kein Sieg, aber sie hatten in drei von vier Rennen mit der Spitze um den Sieg gekämpft. Hier sieht Trainer Uli Wyrwoll die Entwicklung auch langfristig "Beide gehören dem jüngeren Jahrgang dieser Altersklasse an. Wir haben noch einiges an Trainingsrückstand, machen aber Fortschritte. Wir kommen immer besser auf hohe Frequenzen und können den Gegnern auch Paroli bieten".

Weiterhin im Vierer mit Steuermann und im Achter der B-Junioren ist Julius Gülker unterwegs. Er konnte den Überraschungscoup von Münster, bei dem er mit dem Achter siegreich war, nicht wiederholen und verbuchte stets dritte Plätze. Auch hier sehen die Trainer die Entwicklung eher langfristig.

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Das Hauptquartier des RVD im ausnahmsweise sommerlichen Bremen

In zwei Wochen fallen dann hinsichtlich der Deutschen Jugendmeisterschaft die ersten Vorentscheidungen. Die Junioren starten bei der Kölner Regatta, die U23 Ruderer fahren in Hamburg eine erneute Kleinbootüberprüfung aus. Für Charlotte Reinhardt wird es am 24.05.2016 auf dem Rotsee ernst - hier entscheidet sich der Start bei den olympischen Spielen 2016.


Medaillenregen auf dem Aasee - 26.04.2016

Die Witterungsbedingungen ließen beim offiziellen Saisonauftakt der Juniorenruderer vom Ruderverein Dorsten zu wünschen übrig. Die Ergebnisse waren dafür umso erfreulicher.

In 20 Rennen hatten die A- und B-Juniorenruderer aus Dorsten gemeldet, um ihre Wettbewerbsfähigkeiten auf dem Weg zu den Deutschen Jugendmeisterschaften, die im Juni in Essen stattfindet, unter Beweis zu stellen. Ungeschlagen blieben auf dem Aasee Leon Jakiel und Tim Gerling im Leichtgewichts-Doppelzweier der B-Junioren. Sowohl am Samstag, als auch am Sonntag gewannen sie beide Rennen deutlich und bewiesen ihre gute Trainingsform, die sie bereits mit einen Abteilungssieg bei der internationalen Regatta in Gent vor 14 Tagen andeuteten.

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reichlich dekoriert: Tim und Leon

Weiterhin ungeschlagen sind Hendrik Winkel und Lennart Kötters, ebenfalls im B-Junioren Leichtgewichts-Doppelzweier. Die beiden amtierenden NRW-Landesmeister in dieser Bootsklasse gewannen am Samstag ihr Rennen ebenfalls sehr souverän und bleiben damit ungeschlagen. Auch im B-Junioren Doppelvierer des Landesstützpunkts Dortmund hatten die beiden Altendorfer Grund zum Jubeln. Trotz schwieriger Witterungsbedingungen gelangen Kötters und Winkel, zusammen mit Luca Feltz (Gelsenkirchen), Julian Risse (Marl) und Steuerfrau Marina Plänker (Dorsten) zwei ungefährdete Siege.

Marina Plänker war es dann auch, die im Doppelzweier der A-Juniorinnen für eine dicke Überraschung sorgte. Aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls war sie kurzfristig eingesprungen. Ohne Training und große Vorbereitung gelang ihr dann mit Katharina Nienhoff (Marl) sogar der Sieg gegen die Favoritinnen aus Neuss.

Ebenfalls als stark erwies sich Hendrik Winkel am Sonntag, zusammen mit Julian Risse im Leichtgewichts-Doppelzweier der B-Junioren. Als schnellstes Boot holten sie sich auch hier den verdienten Sieg vor den Booten aus Bremen und Münster.

Erstmals seit 2013 saß wieder ein Dorstener B-Junior in einem Achter. Julius Gülker hatte sich über das Trainingslager in Brandenburg empfohlen und ging nun erstmals in einem Riemenruderboot auf einer Regatta an den Start. Sollte am Samstagmorgen bei seinem Rennen im Vierer mit Steuermann noch nicht alles klappen, so erwischten die "schweren" Jungs am Samstagnachmittag dann einen Sahnetag. Vom Start weg lag der Achter des Landesstützpunkts Dortmund vorne und baute Meter für Meter seine Führung aus. Neun Sekunden Vorsprung brachten die 8 Jungs aus dem Ruhrgebiet auf der 1500 m langen Strecke vor den Booten aus Münster und Essen mit ins Ziel - eine richtige Klatsche für die Konkurrenz. Sonntags sollte es dann im zweiten Achterrennen des Wochenendes nicht klappen. Deutlich hinter der Konkurrenz aus Leverkusen, Essen und Münster kam der Achter lediglich als Vierter ins Ziel.

Auch A-Junior Aaron Kiersch war in Münster mit Trainingspartner Vincent Schmidt (Herdecke) am Start. Nach einem überstandenen Infekt sollten beide je ein "Trainingsrennen" im Zweier ohne Steuermann bestreiten. Die Plätze 2 und 3 waren das Resultat.

"Mit den Leistungen sind wir mehr als zufrieden. 10 Siege in 20 Rennen sind eindrucksvoll, wir dürfen uns aber nicht zur verfrühten Euphorie verleiten lassen. Die richtig starken Gegner erwarten wir erst in Köln und Hamburg (Ende Mai / Anfang Juni). Bis dahin gilt es weiterhin Vollgas im Training zu geben" so RVD Trainer Sebastian Schmelzer zum Gesamtergebnis der Mannschaft.

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von links: Lennart, Tim, Hendrik, Leon, Julius

Bereits in zwei Wochen geht es für die Juniorenruderer auf dem Großen Werdersee in Bremen weiter. Parallel dazu startet die U23 Mannschaft der Dorstener mit Christpoher Reinhardt, Benedikt Müller, Lukas Müller und Carolin Doerfler bei der internationalen Frühjahrsregatta im belgischen Gent. Für die A-Nationalmannschaft stehen in Brandenburg die Europameisterschaften an. Hier sind mit Charlotte Reinhardt und Jason Osborne ebenfalls zwei Dorstener Ruderer am Start.


WDR-Reportage Deutsche Kleinbootmeisterschaften - sehenswert! - 23.04.2016

Vom Alltag unserer Leistungssportler kann man sich nur schlecht ein Bild machen. Den Fernsehmachern vom WDR sei gedankt, dass sie heute eine äußerst sehenswerte Reportage gesendet haben, die man auch ab sofort für ein Jahr in der Mediathek online abrufen kann. Im Mittelpunkt stehen die Athleten bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften vom vergangenen Wochenende, und hier besonders die Zweier zur Standortbestimmung und Qualifikation für den Deutschlandachter. Mit dabei auch unser Christopher Reinhardt. Zur Reportage: Sport im Westen: Rudern - Deutsche Kleinbootmeisterschaften Köln Fühlingen

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Schlag auf Schlag - Für Dorstens Ruderer beginnt die "heiße Phase" - 11.04.2016

Nach dem langen Wintertraining und zahlreichen Trainingslagern wird es für Dorstens Ruderer langsam ernst. In der noch jungen Saison 2016 standen bereits erste Leistungsüberprüfungen und Regatten an.

DRV-Frühjahrslangstrecke in Leipzig

Bereits am ersten Aprilwochenende hatte Bundestrainer Marcus Schwarzrock die Kaderathleten des Deutschen Ruderverbands zur Kaderüberprüfung nach Leipzig geladen. Dort stand samstags in der Sportschule für Körperkultur zunächst ein 2.000 m Leistungstest auf dem Ergometer an, bevor es sonntags im Kleinboot auf die 6.000 m Langstrecke auf dem Elster-Saale Kanal ging.

Auf dem Ergometer richtig rund lief es für Christopher Reinhardt. Bei seiner Premiere in der Altersklasse U23 lieferte er mit 05:59.7 min gleiche eine neue persönliche Bestzeit ab und unterbot die "magische" 6-Minuten Marke. Durch den krankheitsbedingten Ausfall seines Trainingspartners startete er am Sonntag kurzfristig mit Maximilian Bierwirth (Koblenz) im Zweier ohne Steuermann. Dort belegte Christopher Platz 12, der für die anstehenden Aufgaben eine gute Ausgangslage bedeutet.

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Christopher Reinhardt und Maximilian Bierwirth

Diese hat auch Benedikt Müller. Auch er bot auf dem Ergometer eine neue persönliche Bestzeit an und erreichte mit Trainingspartner Daniel Takczik (Düsseldorf) Platz 10, vier Sekunden vor Reinhardt/Bierwierth.

Von einer abgeklungenen Grippe geschwächt ging Lukas Müller mit Rene Stüven (Wanne-Eickel) ins Rennen. Auf dem Ergometer konnte er daher keine neue Bestleistung abrufen und auch auf dem Wasser mussten Müller/Stüven der Krankheit Tribut zollen. Trotz einer sehr starken Leistung über die ersten 3.000 m, reichten die Kräfte nicht bis ans Ende. Platz 13, mit einer Sekunde Rückstand auf Reinhardt/Bierwirth war das Endresultat.

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Lukas Müller und Rene Stüven

Ebenfalls stark in Form war Cedric Kulbach, der für den Karlsruher RV Wiking an den Start ging. Der U23-WM-Teilnehmer des Vorjahres startet nun in der höchsten Altersklasse und belegte im Leichtgewichts-Einer auf Anhieb Platz 6. Auch auf dem Ergometer unterstrich er mit einer neuen Bestleistung seine starke Frühform. Timo Piontek, der für den Koblenzer RV Rhenania startet, belegte im Männer-Einer Platz 18 von 48 gestarteten Booten.

Charlotte Reinhardt und das Team des deutschen Frauenachters nahmen an der Kaderüberprüfung nicht teil und bereiteten sich stattdessen auf den ersten Weltcup der Saison in Varese vor, der am 16./17. April stattfindet. Juniorenweltmeisterin Carolin Doerfler und Leichtgewichtsruderer Jason Osborne fehlten krankheitsbedingt. "Die Ergebnisse in Leipzig sind ein erster Anhaltspunkt, aufgrund von krankheitsbedingten Abmeldungen und vorherigen Ausfällen nur bedingt aussagekräftig. Nach der Kleinbootmeisterschaft Mitte April haben wir mehr Gewissheit. Insgesamt sehen wir Dorstens Ruderer aber auf Kurs", bewertet RVD Trainer Sebastian Schmelzer, der mit Co-Trainer Mark Osborne vor Ort war, die Ergebnisse.

Internationale Belgische Meisterschaften in Gent

Zur Vorbereitung auf die in den nächsten Wochen anstehenden nationalen Aufgaben, ging es für die Junioren vom Ruderverein Dorsten am vergangenen Wochenende (09./10. April) zur 39. Frühjahrsregatta nach Gent. Beim ersten Härtetest unter Wettkampfbedingungen zeigten die A- und B-Junioren des RVD eine starke Frühform. Stark präsentierten sich auf der 2.000 m Strecke im Herzen der flämischen Metropole erneut Hendrik Winkel und Lennart Kötters. Im B-Junioren Doppelzweier gewannen die beiden amtierenden NRW-Landesmeister sowohl den Vorlauf am Samstag und qualifizierten sich als zweitschnellstes von 22 gestarteten Booten für den ersten Lauf am Sonntag. Dort zeigten die beiden Altendorfer erneut ihre Klasse und gewannen souverän das Finale und erzielten zugleich die schnellste Zeit aller 27 gestarteten Boote.

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Lennart Kötters und Hendrik Winkel

Ebenfalls im B-Junioren Doppelzweier waren Leon Jakiel und Tim Gerling am Start. Samstags bescherte ihnen die Losfee einen hammerharten Lauf, den sie nach mäßiger Leistung als Fünfte beendeten. Dennoch reichte es für die insgesamt zehntschnellste Zeit des Tages, was sie am Sonntag für den zweiten gesetzten Lauf qualifizierte. Dort drehten die beiden Leichtgewichte dann richtig auf und sicherten sich einen Start-Ziel Sieg mit mehreren Bootslängen Vorsprung.

In einem Feld mit über einundvierzig Teilnehmern aus acht Nationen ging Julius Gülker im B-Junioren Einer an den Start. Nach einer starken kämpferischen Leistung überraschte er am Samstag mit Platz 11 in der Gesamtplatzierung, die ihn am Sonntag etwas überraschend in den zweiten gesetzten Lauf brachte. Dort zeigte Julius erneut eine starke Leistung und belegte Platz 3.

Nicht ganz optimal lief es für den Doppelvierer mit Lennart Kötters, Tim Gerling, Leon Jakiel und Julius Gülker. Obwohl alle noch der jüngeren Altersklasse angehören, startete das RVD-Quartett in der höheren Altersklasse der A-Junioren. Dort hatte das Dorstener Boot nach starkem Start aber nichts mit dem Sieg zu tun und wurde Vierter. Im Finalrennen am Sonntag lief es etwas besser, Platz vier hinter drei britischen Mannschaften hieß das Finalresultat.

Erstmals mit dem neuen Trainingspartner am Start war Aaron Kiersch. Er startete mit Vincent Schmidt (Herdecke) im U18 und U23 Zweier, jeweils an beiden Tagen. In den anspruchsvollen Rennen, bei denen die beiden 17-jährigen mit teils heftigem Seitenwind kämpfen mussten, sprangen in engen Rennen dritte Plätze heraus. Im A-Junioren Zweier reichte es zu Platz 9 von 22 gestarteten Booten. Dennoch ist Trainer Sebastian Schmelzer mit den Fortschritten des Bootes zufrieden: "Klar, dass noch nicht alles funktioniert. Beide rudern erst seit kurzem zusammen, da fehlt noch das Selbstverständnis. Geschwindigkeit ist da, nur sind wir noch viel zu sehr mit uns beschäftigt und bekommen rennentscheidende Situationen noch nicht mit. Das wird in den nächsten Wochen besser."

Sehr stark präsentierte sich Hendrik Winkel auch im Einer der A-Junioren, wo er um die internationale belgische Meisterschaft mitfuhr. Trotz vieler Gegner, die teils zwei Jahre älter sind, überraschte Winkel am Samstag mit Platz 23 von 76 gestarteten Booten. Sonntags belegte er in seinem Rennen Platz vier und in der Gesamtwertung den 13. Platz. "Er lässt einfach nie locker, beißt sich an den Gegnern fest und trifft dann in entscheidenden Situationen des Rennens die richtigen Entscheidungen. Das beeindruckt mich am meisten" so Trainer Schmelzer über die Leistungen des 15-jährigen Altendorfers.

Nach seiner überstandenen Nasennebenhölenentzündung wieder am Start war Jason Osborne für den Mainzer RV. Zur Vorbereitung auf die in der kommenden Woche anstehenden Deutschen Kleinbootmeisterschaften hatte Trainer Robert Sens seine Sportler ebenfalls in Gent gemeldet. Osborne siegte an beiden Tagen im Leichtgewichts-Einer der Männer und sicherte sich den Titel des Internationalen Flämischen Meisters 2016.

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Jason Osborne

Nach dem ersten Härtetest des Jahres für die RVD-Junioren fiel das Fazit von Trainer Sebastian Schmelzer, der von Co-Trainer Holger Tewes in Gent begleitet wurde, durchweg positiv aus: "Ich sehe uns für die nächsten Regatten gut gerüstet. Ein paar Baustellen gibt es natürlich noch, aber vieles hat schon sehr gut funktioniert."

Entscheidende Wochen

Nach den ersten Tests und Regatten stehen nun in den kommenden Wochen die ersten Entscheidungen für den weiteren Saisonverlauf an. Den ersten internationalen Härtestet nimmt der neu formierte Frauenachter mit Charlotte Reinhardt bereits am kommenden Wochenende auf. Dort geht es beim ersten Weltcup in Varese um die internationale Wettbewerbsfähigkeit, bevor es im Mai vor dem Weltcup in Luzern um die letzten beiden Tickets für die olympischen Spiele geht. Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften, die ab Freitag in Köln-Fühlingen beginnen, wird Jason Osborne an den Start gehen. Für den Wulfener geht es im Leichtgewichts Einer noch um die Nominierung für die olympischen Spiele, die er mit einem guten Ergebnis ein Stückchen sicherer machen könnte.

Ebenfalls an den Start gehen Cedric Kulbach, Lukas Müller und die U23 Ruderer Carolin Doerfler, Benedikt Müller und Christopher Reinhardt. Am Samstag greift dann auch Aaron Kiersch in der Altersklasse U19 ins Geschehen ein.

Für die B-Junioren steht die Vorbereitung auf die Regatta in Münster an, bei der dann in den Renngemeinschaften des Landesstützpunkts an den Start gegangen wird. Diese findet vom 23. - 24. April auf dem Aasee statt.


Müller und Reinhardt unterliegen im Sparring gegen den Cambridge Achter - 16.03.2016

Seit 1829 tragen die Universitäten von Oxford und Cambridge ein Achterrennen auf der Themse aus. Bereits 161 Mal traten die beiden Mannschaften auf der 6,8 km langen Strecke zwischen der Putney Bridge und der flussaufwärts gelegenen Chiswick Bridge an.

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Und fast schon traditionell bereiten sich beide Mannschaften dabei gerne gegen den deutschen U23 Achter des Bundesleistungszentrums Dortmund vor. 2012 und 2014 war die Mannschaft aus Oxford der Gegner, am vergangenen Wochenende war es der Achter aus Cambridge, der den deutschen Achter mit den beiden Dorstenern Christopher Reinhardt und Lukas Müller forderte. Während Christopher Reinhardt das erstmals im Mutterland des Rudersports an den Start ging, ist Lukas Müller auf englischem Boden fast schon ein alter Hase. Nach dem Gewinn der Junioren-WM 2011 in Eton, startete er bereits zum dritten Mal auf der Themse. Hinzu kommen bei ihm auch noch Teilnahmen bei der Royal Henley Regatta in den Jahren 2012 und 2015.
-> siehe auch Vorab-Bericht bei deutschlandachter.de

Für die Generalprobe vor dem Boat Race, das am 27. März stattfindet, hatten die Verantwortlichen vereinbart, dass das sonst 6,8 km lange Rennen in zwei Abschnitten gerudert wird. Zunächst ging es von Putney nach Chiswick Eyot. Direkt vom Start weg machte die Crew von U23 Bundestrainer Peter Thiede mächtig Druck und lag nach den ersten 20 Schlägen vor der Crew aus Cambridge. Doch die Mannschaft der "Light Blues" erhöhte den Druck, nutzte in der Kurve bei Fulham den Heimvorteil und ging in Führung. Bei dem Bord-an-Bord-Kampf um die Führung kam es bei Hammersmith zur Kollision beider Boote - nicht ungewöhnlich bei einem Boat Race auf der Themse, da dort die Strömungsverhältnisse nur sehr schwer einzuschätzen sind. Am Ende fehlt der Rhythmus bei der deutschen Mannschaft, die Cambridge im Ziel mit etwa zwei Bootslängen unterlag.


Christopher rudert auf 3...

...Lukas auf Platz 5

Den Start in den zweiten Streckenabschnitt gestaltete Cambridge dann deutlich besser und holte sich gleich eine knappe Führung. Das deutsche Boot gab jedoch nicht auf und holte sich die Führung zurück, die sie bis zu einem geschickten Steuermanöver der Engländer in einer Außenkurve behielten. Trotz heftiger Gegenwehr mit sehr hohen Schlagzahlen gewann Cambridge auch das zweite Rennen mit einer Führung von etwa dreieinhalb Bootslängen.

U23 Bundestrainer Peter Thiede konnte die Niederlagen dennoch gut einordnen: "Die Jungs aus dem Cambridge-Achter stehen kurz vor dem wichtigsten Rennen ihres Lebens. Wir sind erst noch in der Saisonvorbereitung".
-> siehe auch Renn-Bericht mit weiteren Fotos bei deutschlandachter.de)

Für Dorstener U23 Trainingsgruppe geht indessen die Vorbereitung auf die Saison weiter. Am 02./03. April geht es nach Leipzig zur DRV Langstrecke. 14 Tage später folgen dann die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln, bei denen es um erste Vorentscheidungen in Richtung Nationalkader geht.


Junioren in guter Frühform - NRW Langstreckentest in Oberhausen - 15.03.2016

Zum Ende des Wintertrainings hatten die NRW Landestrainer am vergangenen Samstag zum Langstreckentest nach Oberhausen gerufen. 278 Boote aus NRW und Niedersachsen hatten für die 6000-Meter-Strecke auf dem Rhein-Herne Kanal gemeldet, der eigens für diese Veranstaltung bis in den Nachmittag hinein gesperrt war.

Ganz stark präsentierten sich erneut die Leichtgewichts B-Junioren des Rudervereins. Hendrik Winkel belegte im Feld der 31 gestarteten Einer einen ganz starken vierten Platz, während Lennart Kötters mit Platz 15 immer näher an die Spitzengruppe heranrückt. "Beide Sportler haben sich über den Winter gut weiterentwickelt, was für die beginnende Saison hoffen lässt", bewertet Trainer Sebastian Schmelzer die Leistung der beiden Altendorfer. Ein Ziel könnte der Platz in einem Leichtgewichtsdoppelvierer des Landesstützpunkts sein.

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Lennart und Hendrik

Bei den "schweren" B-Junioren hingegen lief es für Julius Gülker nicht ganz so rund. Mit Platz 22 bleib er hinter seinen Möglichkeiten. "Der schnelle Schiebewind und Probleme mit dem Handgelenk haben ihm zu schaffen gemacht. In Normalform wäre er unter den Top 10 gelandet", resümiert RVD Juniorentrainer Uli "Ötte"Wyrwoll das Rennen.

Mit neuem Partner im Boot unterwegs ist Aaron Kiersch. Zusammen mit Vincent Schmidt (RC Westfalen Herdecke) belegte der Holsterhausener, der in diesem Jahr bei den A-Junioren im Zweier ohne Steuermann antritt, Platz 10. "Dass es nicht weiter nach vorne ging, ist auf die noch fehlenden Trainingskilometer zu schieben. Die beiden saßen das vierte Mal zusammen im Boot. Die Ansätze sind gut, an allem anderen arbeiten wir im Trainingslager", kommentiert Trainer Schmelzer.

Bereits am kommenden Wochenenden geht es für 7 Ruderer und 2 Trainer ins Trainingslager des Landesstützpunkts Dortmund nach Brandenburg an der Havel. Hier wollen sich die Sportler des Feinschliff für die im April beginnende Wettkampfsaison auf dem Wasser holen, um dann bei den ersten Regatten in Gent und Münster an die erfolgreiche Saison 2015 anzuknüpfen.


Der nächste Schritt ist gemacht - Charlotte Reinhardt ist auf Kurs - 08.02.2016

Im August finden in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele statt. Und erstmals nach 1996 könnten auch Dorstener Ruderer wieder bei olympischen Spielen an den Start gehen.

Charlotte Reinhardt hofft auf einen Platz im Frauenachter des Deutschen Ruderverbands. Anders als Jason Osborne, der den Leichtgewichts Doppelzweier bereits bei den Weltmeisterschaften im vergangenen September für Rio qualifizierte, muss der Frauenachter aber noch zittern. Denn mit Platz neun bei den Weltmeisterschaften wurde die direkte Qualifikation verpasst. Die letzte Chance auf einen Startplatz gibt es bei der Qualifikationsregatta für zwei weitere Startplätze, die vom 22.-24. Mai auf dem Rotsee in Luzern stattfindet.

Am den letzten beiden Wochenenden standen für Charlotte aber zunächst einmal die internen Selektionsmaßnahmen des Deutschen Ruderverbands statt. Hierzu lud der Cheftrainer des Deutschenruderverbands, Markus Schwarzrock, bereits am Freitag vor einer Woche 16 Frauen in Bundesleistungszentrum nach Dortmund ein. Dort musste auf dem Ergometer ein Wettkampftest über 2000 m absolviert werden, den die 22-jährige Medizinstudentin mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 6:44,1 Minuten als Schnellste beendete.

Am vergangenen Samstag stand auf der Regattabahn in Köln-Fühlingen dann ein Ranglistenrennen im Zweier ohne Steuerfrau statt. Da ein Boot freiwillig zurückgezogen hat und ein weiteres Boot wegen Krankheit nicht antreten konnte, waren lediglich zwölf Sportlerinnen in sechs Booten am Start. Zusammen mit Zweierpartnerin Alexandra Höffgen (Neusser RV) nahm Charlotte auch diese Hürde mit der viertschnellsten Zeit des Tages.

Es siegte der Zweier Marchand/Hartmann (Leverkusen/Ulm), der damit den Deutschen Ruderverband in Rio de Janeiro im Zweier ohne Steuerfrau vertritt.

Für Charlotte geht es bereits am Dienstag ins Trainingslager nach Sabaudia. Der erste internationale Härtetest findet vom 15.-17. April 2016 beim Weltcup in Varese statt. Hier wird der neu formierte Achter dann erstmals im internationalen Wettbewerb seine Konkurrenzfähigkeit beweisen müssen, bevor im Mai auf dem Rotsee die endgültige Entscheidung ansteht. Bis dahin heißt es Daumen drücken und Gesund bleiben.


Junioren auch in der Halle schnell - Hendrik Winkel gewinnt Silbermedaille - 02.02.2016

Attention - GO! hieß es am vergangenen Sonntag beim 21. NWRV Indoor Cup in der Sporthalle des Theodor-Gymnasiums in Essen Kettwig. 800 Ruderer aus ganz Deutschland waren zum Finale der Deutschen Ergometermeisterschaft angereist, darunter auch 12 Nachwuchsruderer vom RV Dorsten.

In einer sehr guten Frühform präsentierten sich Hendrik Winkel und Lennart Kötters bei den Leichtgewichts B-Junioren. Lennart unterbot in 05:14 min seine eigene Bestzeit über die Wettbewerbsdistanz von 1.500 m gleich um 5 Sekunden und verpasste das Finale der besten 10 Ruderer nur um 0,2 Sekunden. Einmal mehr Grund zur Freude hatte Hendrik Winkel. Ihm reichte im Vorlauf die Zeit von 05:08 min und Platz vier, um in das Finale am Nachmittag einzuziehen. Trotz der Körner, die er im Vorlauf gelassen hatte, fuhr er in der Spitzengruppe mit und sicherte sich souverän den zweiten Platz.

Ebenfalls in der Leichtgewichtsklasse starteten Leon Jakiel und Tim Gerling, die nach überstandenen krankheitsbedingten Trainingsausfällen Plätze im Mittelfeld belegten. Bei den "schweren" Jungs war B-Junior Julius Gülker am Start. Er verfehlte mit 05:03 min über 1.500 m die "magische" Fünf-Minuten Marke nur knapp, stelle aber gleichzeitig eine neue persönliche Bestleistung auf.

Dünn war das Dorstener Starterfeld bei den A-Junioren besetzt. Durch die krankheitsbedingten Ausfälle von Malte Tewes und Aaron Kiersch vertrat lediglich Marina Plänker die Dorstener Farben auf der Bühne. Und wie - gerade in den U19 Bereich aufgerückt musste Marina bei den Leichtgewichten erstmals im Wettkampf über die "olympischen" 2000 m ran. Mit Platz 11 im Vorlauf und einer neuen persönlichen Bestzeit von 08:11 min war sie eigentlich nicht für das Finale qualifiziert. Durch die Abmeldung des RC Witten rutschte sie aber nach und zeigte mit einer Zeit von 08:13 und Platz 10 in der Gesamtwertung ebenfalls eine tolle Frühform. "Die Leistungen überraschen mich nicht, da sie die Eindrücke aus dem Training bestätigen. Ich freue mich aber, dass die Sportler Bestätigung für den Trainingsfleiß bekommen. Im März werden wir auf dem Wasser sehen, was diese Zeiten wert sind" so Sebastian Schmelzer, Trainer des RVD Junioren.

Auch in den jüngeren Altersklassen mischten Dorstener mit. Mit Till Gerling und Lukas Göddeke starteten gleich zwei Sportler in der Altersklasse der 14-jährigen Jungs über die Distanz von 1.000 m. Zwar reichte es noch nicht für Top-Platzierungen, aber auch hier bestätigte sich eine tolle Trainingsarbeit. Erfahrung sammelte die abschließende Vereinsstaffel mit Charlotte Winkel, Paula Jakschick, Till Gerling und Lukas Göddeke über je 500 m. Hier sahen die Trainerinnen Isabel Ritlewski und Tine Gerling noch einiges an Verbesserungspotential für 2017.

Als nächstes steht für die Dorstener Juniorenruderer der Langstreckentest über 6.000 m in Oberhausen Mitte März an, bevor es über Ostern ins Trainingslager nach Brandenburg geht.

Sebastian Schmelzer


Dorstener Party des Sports am 22.01. - 13.01.2016

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Schon fast historisch! 9 Ruderinnen und Ruderer unseres Vereins werden dort geehrt!
Carolin Doerfler hat die Chance auf die Sportlerin des Jahres 2015.
Wir würden uns über ein zahlreiches Erscheinen der Vereinsmitglieder freuen. Karten gibt es an der Abendkasse oder an der Kreissparkasse Dorsten oder unter: Partydes-Sports@BG-Dorsten.de

Ort: Juliushalle an der Pliesterbecker Str., Dorsten-Holsterhausen

Unterstützt alle unsere Aktiven mit ihren Eltern!

Der Vorstand


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